Mehr als nur Fassade

Ansichten und Grundrisse fürs Wohngebiet auf Gelände des Marktoberdorfer Krankenhauses

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Von der Hangkante aus betrachtet: das Gelände an der Hochwiesstraße, wo früher das Krankenhaus stand und wo das große Wohnquartier entstehen soll.

Marktoberdorf – Weit mehr als nur Fassade sind inzwischen die Planungen für das neue Wohngebiet, das an der Hochwiese auf dem ehemaligen Gelände des Marktoberdorfer Krankenhauses entstehen wird. Im Marktoberdorfer Stadtrat sind nun Ansichten und Grundrisse präsentiert worden, die das Büro LARS Consult (mit Standorten in Memmingen und Augsburg) erarbeitet hat.

Wie berichtet, war aus dem Architektenwettbewerb im letzten Jahr das Büro LARS Consult aus Memmingen als Sieger unter 19 eingereichten Entwürfen hervorgegangen. Der preisgekrönte Entwurf von LARS Consult steht unter dem Leitwort „Fünf Höfe“. Was im November bei der Ausstellung mit den Preisträger-Ideen noch mit kleinen Bauklötzen auf einem Modell zu sehen war, wurde nun durch Ansichten und Grundrisse veranschaulicht.

„Dös isch ja oifach“ – mit diesen spontanen Worten bedachte Stadtrat Georg Martin (Die Grünen) das, was auf der Präsentation im Stadtrat zu sehen war. Damit meinte er die Darstellung mit Fassade und Grundriss, auf der bereits die Einteilung der Wohnungen und die Platzierung des Aufzugs ersichtlich waren.

Peter Grotz (Freie Wähler) stellte die Frage, warum die Baukörper mit drei Geschossen nicht zwei Stockwerke höher ausgeführt werden. Dazu antwortete Ralf Baur, der Leiter des Stadtbauamts, dies sei bereits früher intensiv diskutiert worden – auch in Workshops mit Stadträten.

Den „Spagat“ schaffen

Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell sprach von einem „Spagat“. Einerseits wolle man in dem neuen Wohngebiet im Süden Marktoberdorfs ein „lebenswertes Ambiente“ schaffen; anderseits sei durchaus eine Verdichtung gewünscht. Das Anliegen des sozialen Wohnungsbaus, zu dem sich Erich Nieberle (SPD) zu Wort meldete, wird nach den Worten des Bauamtschefs schon der Ausschreibung zugrunde gelegt.

Christian Vávra von den Grünen erkundigte sich, wie es mit einer Kindertagesstätte und einem Nahversorger in diesem Quartier aussieht. „So weit sind wir nicht“, merkte dazu Ralf Baur an. Derzeit ginge es um Gebäude und Dimensionen. Der Bauamtschef ergänzte: „Alles andere wird die Zukunft bringen.“

In dem neuen Wohngebiet an der Hochwiesstraße, wo früher das Krankenhaus stand, soll in einigen Jahren ein kleiner Stadtteil entstehen, wo bis zu 700 Menschen leben können. Das Gelände gehört der Stadt und der Firma Hubert Schmid. Für die Bauleitplanung ist die Stadt verantwortlich. Einstimmig votierten die Stadträte dafür, dass die Ausarbeitung des Büros LARS Consult weiter vertieft wird.

jj

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