Premiere daheim

Kaufbeurer Luis Vorbach spielt Hauptrolle im Kinofilm „Unheimlich perfekte Freunde“

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Luis Vorbach vor dem Filmplakat von „Unheimlich perfekte Freunde“, auf dem ebenfalls seine beiden Rollen zu sehen sind (gelber Pullover).

Kaufbeuren – „Herzlich willkommen zur Allgäu-Premiere“ hieß es am vergangenen Samstagnachmittag auf der Leinwand des Corona Kinoplex Kaufbeuren. Zum zweiten Mal spielt der 13-jährige Luis Vorbach aus Kaufbeuren eine Hauptrolle im Kinofilm. Nach der Filmvorführung von „Unheimlich perfekte Freunde“ von Regisseur Marcus H. Rosenmüller stellte sich der Nachwuchsschauspieler den Fragen des Publikums.

Lässig, in Lederjacke, läuft Luis Vorbach die Stufen zum Kino hoch. Immer wieder bleibt er stehen und nimmt sich Zeit für die vielen Gäste, die sich ihm zu Ehren im Kino eingefunden haben. Regisseur Marcus H. Rosenmüller, der eigentlich ebenfalls zur Premiere seines Filmes nach Kaufbeu­ren kommen wollte, hatte kurzfristig abgesagt. Trotzdem ließ er es sich nicht nehmen, eine kurze Videobotschaft aufzunehmen. „Ihr könnt euren Kaufbeurer Luis Vorbach feiern. Er ist selber schon perfekt“, sagt er darin. Dies ließen sich Familie, Freunde und Fans des jungen Schauspielers nicht zweimal sagen. „Wir sind stolz auf dich, Luis“ stand auf einem Banner, mit dem sie ihn auf dem Parkplatz des Kinos begrüßten. Dazu hatten sie auch allen Grund. Luis Vorbach begrüßte sein Publikum mit Schlagfertigkeit und Souveränität, die vermuten ließen, er sei schon seit Jahren im Showgeschäft. Er freue sich über jeden einzelnen, der heute trotz schönem Wetter hier sei, besonders freue er sich über seine Oma.

Luis Vorbach (3. v. li.), umringt von seinen Freunden.

Dabei war seine Entdeckung ganz zufällig. „Vor ungefähr sechs Jahren waren Kunden bei meiner Mama im Geschäft. Ich habe mit meinem Bruder und ein paar Kumpels eine Wasserschlacht im Hof gemacht. Sie haben dann gefragt, ob wir Interesse hätten, spontan an einem Casting teilzunehmen.“ Inzwischen hat Vorbach neun Filme gedreht. Darunter auch „Unheimlich perfekte Freunde“. In dem Film wird der zunehmende Leistungsdruck in der Übertrittsphase am Ende der Grundschulzeit thematisiert. Ein magischer Spiegel verhilft den Kindern zu ihrem perfekten Spiegelbild, das sie für sich in die Schule schicken. Am Ende erkennen allerdings alle Beteiligten, dass Leistung nicht alles ist.

Das Besondere für Luis Vorbach: Im Film muss er eine Doppelrolle spielen, zum Einen den durchschnittlichen Schüler Frido, zum Anderen dessen perfektes Spiegelbild. Diese Aufgabe sei ihm nicht schwer gefallen. „Der normale Frido war mir aber doch ein bisschen lieber. Das Spiegelbild kam mir unnatürlich vor. Ich habe wohl ein bisschen mehr mit dem normalen Frido gemeinsam.“ Den Übertrittstress kenne er zum Glück aus persönlicher Erfahrung nicht. Trotzdem vertritt er eine klare Meinung, die er immer wieder zum Ausdruck bringt: „,Unheimlich perfekte Freunde‘ ist ein Film für Kinder und Erwachsene. Er zeigt, dass Eltern einfach nicht so Druck auf ihre Kinder machen sollen. Jeder macht seinen Weg, auch wenn er vielleicht vorher ein paar Umwege gehen muss.“

Autogramme von Luis Vorbach waren nach der Filmpremiere von „Unheimlich perfekte Freunde“ sehr gefragt.

Luis Vorbach hat auf jeden Fall einen beeindruckenden Weg gefunden. Nach dem Film verteilte er zudem Autogramme an seine Fans. Für diese hatte er zusätzlich eine besondere Überraschung parat: „Bis gestern durfte ich noch nichts sagen, aber letzte Woche war ich beim Dreh für den Film ,Das perfekte Geheimnis‘ von Bora Dagtekin.“ Dort wird er ab Oktober unter anderem mit Schauspielgrößen wie Elyas M´Barek, Karoline Herfurth und Florian David Fitz zu sehen sein.

von Agnes Reißner

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