Mängel

Probleme beim Neubau des Germaringer Feuerwehrhauses – Gemeinderat bespricht Lösungen

+
Voll im Zeitplan ist der Neubau des Germaringer Feuerwehrhauses. Nahezu alle Gewerke sind mittlerweile vergeben. Allerdings traten schon bei den Planungen Mängel auf.

Germaringen – Das neue Feuerwehrhaus war das Hauptthema der jüngsten Gemeinderatssitzung in Germaringen. Wie Bürgermeister Helmut Bucher bekannt gab, sei man bei einer Begutachtung der Dachkonstruktion auf gewisse Mängel gestoßen. So habe der am Bau beteiligte Spengler Bedenken hinsichtlich der innen liegenden Dachrinne geäußert.

Diese sehe optisch zwar sehr schön aus, jedoch könne man so gut wie überhaupt nicht von außer erkennen, ob diese durch Frosteinwirkung beziehungsweise anderweitige Einflüsse Schaden genommen habe.

Einem Fachmann zufolge könne unbemerkt Wasser in der Dämmung herunterlaufen und dadurch enorme Schäden am Gebäude verursachen. Dazu erklärte Bucher, dass die gesamte Konstruktion als voll funktionsfähig dem Gemeinderat vom beauftragten Planungsbüro angepriesen wurde. An und für sich hätte der Projektleiter wissen müssen, dass hier ein Schwachpunkt liege. Dies sei, wie Ratsmitglied Ulrich Kreuter feststellte, ein versteckter Mangel, für den die Gemeinde keinesfalls haften müsse. Das beauftragte Architekturbüro solle zur Rechenschaft gezogen werden und sich an den Mehrausgaben beteiligen.

Zusätzliche Kosten

Abhilfe, jedoch auch besagte zusätzlichen Kosten, brächten ein Überlaufschutz (circa 9.500 Euro) und eine dann notwendige Rinnenheizung (etwa 12.500 Euro), berichtete Bucher. Mit diesen zusätzlichen Maßnahmen könne das Problem gelöst werden. An und für sich hätte allein schon dieser zu Tage getretene Mangel gereicht, so Germaringens Gemeindeoberhaupt. Zu allem Überfluss habe sich nun nachträglich auch noch herausgestellt, dass eine vorgesehene Fußbodenheizung vom beauftragten Büro schlicht vergessen wurde. Die voraussichtlichen Kosten in Höhe von rund 11.500 Euro wurden deshalb auch nicht einkalkuliert.

Fehler und Versäumnisse

Pannen, die eigentlich nicht passieren dürfen, darin war sich das Gremium einig. Und so kamen auch entsprechende Wortmeldungen aus den Reihen der Räte. Unter anderen solle über eine Klage ernsthaft nachgedacht werden, forderte Melanie Pölt. Zumindest müssten die Verursacher dieser Fehler und Versäumnisse belangt und an den dadurch entstandenen Mehrkosten beteiligt werden. Bürgermeister Bucher betonte hierzu, dass er juristische Schritte zunächst vermeiden wolle, da dies zu einem Baustopp führen könne. Man wolle aber auf jeden Fall hinterfragen, wer für diese Fehler und die dadurch entstandenen Mehrkosten verantwortlich ist und eine Kürzung der Honorare vornehmen.

Unter diesen Voraussetzungen billigte der Gemeinderat, diese „Kröte zu schlucken“ und die Mehrkosten dieser Nachträge vorerst – bis zu einer endgültigen Klärung – zu tragen. Mit dem laufenden Baufortschritt hingegen zeigten sich die Anwesenden zufrieden. Dieser verlaufe im Zeitplan. Und so wies Bucher abschließend darauf hin, dass es möglich war, weitere sechs Gewerke zuzuweisen wurden und die Gemeinde damit nun nahezu mit sämtlichen Vergaben „durch wäre“.

Klaus-Dieter Körber 

Auch interessant

Meistgelesen

Segnung von zwei Feldkreuzen zwischen Ingenried und Irsee
Segnung von zwei Feldkreuzen zwischen Ingenried und Irsee
Pkw in Bronnen rundum verkratzt und eingedellt, Scheibenwischer verbogen
Pkw in Bronnen rundum verkratzt und eingedellt, Scheibenwischer verbogen
Großbrand in einer Maschinenhalle bei Irsee: 1,5 Millionen Euro Schaden
Großbrand in einer Maschinenhalle bei Irsee: 1,5 Millionen Euro Schaden
Riesenkranich-Schädel entdeckt
Riesenkranich-Schädel entdeckt

Kommentare