Am Puls der Ehrenamtlichen

Landrat Johann Fleschhut lud unlängst wieder nach Marktoberdorf zur regelmäßigen EhrenRunde. Vertreter von Vereinen und Verbänden diskutierten mit ihm über Aktuelles im Ostallgäu. „Der Landkreis möchte am Puls der Ehrenamtlichen sein und investiert dafür gerne etwas, weiß er doch, dass dafür ein Vielfaches zurückkommt“, bekundete der Landrat.

Dass der Landkreis seit 2007 das bürgerschaftliche Engagement breit unterstützt, darüber berichtete Marlene Dopfer von der Servicestelle „EhrenAmt“. Sie ist nicht nur persönliche Ansprechpartnerin, sondern bietet z.B. Hilfestellungen über das Internetportal www.ehrenamt-ostallgaeu.de und Fortbildungen an. „Mit unseren Ehrenamtskursen, die wir über die Volkshochschulen anbieten, haben wir ins Schwarze getroffen.“ Die Kurse zum z.B. Steuer- und Vereinsrecht, Haftungsfragen und Rhetorik stoßen auf großes Interesse bei den Ostallgäuer Ehrenamtlichen. Die Teilnehmer sind sehr zufrieden und bewerten sowohl die Kurse, als auch weiteren Bedarf positiv. Deshalb wird das praxisbezogene Angebot, das derzeit für alle Ehrenamtlichen kostenlos ist, auch fortgesetzt. Aus der Runde wurden auch neue Themen angeregt. So überlegt das Landratsamt nun, Seminare oder einen Workshop über den Jugendschutz bei Vereinsfesten anzubieten. Ralf Leising vom FreiwilligenZentrum Schwungrad, das durch BRK und Landkreis bei der Gewinnung neuer Ehrenamtlicher unterstützt, stellte dar, dass seine Institution verstärkt über Marktoberdorf hinaus in den einzelnen Kommunen tätig wird. Über das Schwungrad könnten Ideen verwirklicht werden, an die man sich noch nicht so recht herangetraut habe. Unter den Teilnehmern wurde auch der Freiwilligenpass diskutiert, welcher noch nicht so recht angenommen werde, obwohl er gerade bei Jugendlichen über die Schulen bekannt gemacht wurde. Die eigentliche Botschaft des Modells sei, dass der Pass ehrenamtliches Engagement und Fortbildungen dokumentieren und anerkennen kann. Kaspar Rager, Bürgermeister von Germaringen und Vorsitzender des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege appellierte an die Presse, dass viele Berichte, gerade von Organisationen mit überörtlicher Bedeutung auch im ganzen Ostallgäu zu lesen sein sollten. Dieses Anliegen wurde von allen Verbandsvertretern als sehr wichtig erachtet. Auch über neue Anerkennungsmöglichkeiten, die dem Landkreis ein weiterer wichtiger Bestandteil bei der Förderung des Ehrenamtes sind, wurde diskutiert. Neben dem Ehrenzeichen möchte man künftig auch die Jugend und Teams stärker auszeichnen. Durch verschiedene Anerkennungsformen würde auch die Möglichkeit geschaffen „leuchtende Beispiele“ des Engagements im Landkreis hervorzuheben und nachahmenswertes darzustellen, so Landrat Fleschhut. Er beendete die Veranstaltung mit einer Einladung zu nächsten EhrenRunde.

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