Quartier St. Martin im Fokus

Hier könnten, so die Stadtplaner, 80 Parkplätze in Form einer Parkpalette entstehen. Zufahrtsmöglichkeiten von drei Seiten seien anzustreben. Foto: Bauer

Welchen Zweck haben Oberziele oder Leitbilder, wenn sie sich nicht in der Feinplanung wieder finden? So war es mehr als konsequent, nachdem sich der Stadtrat auf übergeordnete Ziele verständigt hatte, nunmehr im Rahmen einer Feinuntersuchung in den einzelnen Innenstadtquartieren mehr ins Detail zu gehen. Eines dieser Quartiere ist St. Martin, am Fuße des Schlossberges, eingeschlossen von den Bundesstraßen nach Kaufbeuren und Füssen.

Der Erhalt des Schulstandortes St. Martin , so schlug es der Stadtplaner Stefan Lehmann vor, sollte für dieses Quartier ein vordringliches Ziel sein. Hiermit werde die Attraktivität des Ortszentrums als Wohnstandort gesichert. Offensichtlich wurde jedoch in Bezug auf dieses Ziel parallel gedacht und geplant. „Wir machen uns ja zum Kasper“, warf Markus Singer (CSU) ein und meinte damit ein durch die Stadt in Auftrag gegebenes Gutachten, das just in diesem Punkt zusätzliche Expertise bereitstellen soll. Abstimmung im Januar Stadtbaumeister Peter Münsch traf deshalb auf breite Zustimmung, als er vorschlug, man möge die Erörterung und Abstimmung über dieses Ziel in den Januar hinein verschieben, dann nämlich würde das Gutachten zum Schulstandort vorliegen. Auf der Grundlage der durch die Architekten Schirmer angestellten Analyse wäre, so Lehmann, eine Stärkung des Gewerbes und des Einzelhandels für diesen Bereich eine weitere anzustrebende Zielsetzung. Hierzu gehöre auch eine Vergrößerung des ebenerdigen Parkplatzangebotes. Die Schaffung einer Parkpalette mit etwa 80 Stellplätzen im Innenbereich des neuen Gewerbekomplexes, zwischen Kurfürstenstraße, Kaufbeurener- und Eberle-Kögl-Straße sei sowohl quartier- als auch gesamtstädtisch betrachtet eine konsequente Zielumsetzung. Eine Tiefgarage, mit Begrünung darüber sei schöner, außerdem wohnen ja auch Menschen hier, gab Wolfgang Schmid (FW) zu bedenken. Der Bau einer Tiefgarage verursache zu hohe Kosten und sei im ländlichen Bereich außerdem unattraktiv, entgegnete Lehmann. Unterstützend warf Münsch ein, dass drei Grundstückseigner sich schon positiv zu einer Gewerbelösung geäußert hätten, Voraussetzung allerdings seinen Stellplätze. Parkraum besser? Sowohl Doris Rössle (FW), wie auch Markus Singer (CSU) konnten sich jedoch nicht mit einer solchen Parkraumlösung anfreunden. Dies sei mit dem Ziel mehr Grün zu schaffen nicht vereinbar, meinte Rössle, Singer trat hier für das Bewahren von traditionellen „Hinterhofbereichen“ ein. Im Prinzip sei dies zwar richtig, aber für diesen konkreten Bereich böte sich eine Parklösung eher an, entgegnete Lehmann. Jutta Jandl (SPD) und Axel Maaß (Grüne) brachten ihre Verwunderung über die Einwendungen der Ratskollegen zum Ausdruck. Plötzlich stehe „Grün“ im Vordergrund so Maaß, Jandl wies auf die Kontroverse in Bezug auf die Burger Parkplätze hin (der KREISBOTE berichtete). Grundsätzlich konnten sich jedoch bei der Abstimmung alle Stadträte mit dem Ziel Gewerbe- und Einzelhandelsschwerpunkt für das Quartier St. Martin anfreunden.

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