24 Auftritte

Marktoberdorf – „Stadt des Lächelns“

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Als erstes kommt der Gaudiwurm, der heuer 50 Jahre alt wird.
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Dem Gaudiwurm auf dem Fuß folgt ein echter chinesischer goldener Glücksdrache als Symbol des diesjährigen Rahmenthemas „Asien“ der Oberdorfer Fasnacht.
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Die „Chinesen-Kids“ begrüßen die Gäste in wohlgesetzten Versen.
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Regisseur Hansjörg Kögel unter anderem als moderierender Mandarin.
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MODs Hausl Walter Sirch erklärt den Gästen hautnah die Brandschutzvorschriften.
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Marktoberdorfer Jugendliche sehen ihre Stadt erstmals durch eine rosarote Brille – und wollen sie nie wieder absetzen…
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Vom Fendt-Kamin aus voll den Überblick über das Stadtgeschehen haben Rabe Rosi Fischer und Kaminkehrer Christoph Küster.
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Fünf liebreizende Geishas singen im Tenor, Bariton und Bass „Mister Meier, bitte sei - mein Samurai!“.

Marktoberdorf – Das in der Woche vor Faschingsdienstag allabendlich aufgeführte bunte Spektakel „Oberdorfer Fasnacht“ gehört so sehr zum Marktoberdorfer Fasching, dass die Leute an den Vorverkaufstagen bereits um 3 Uhr morgens um Karten anstehen und alle sechs Abende im Modeon mit rund 540 Karten so gut wie ausverkauft sind.

„Pro Vorstellung gibt es vielleicht noch fünf einzelne Plätze an der Abendkasse“, stellte Fasnachter-Pressesprecherin Anne Roth zufrieden fest. Am vergangenen Montag war Premiere.

164 Mitwirkende auf und hinter der Bühne hatten rund um das Rahmenthema „Asien“ ein Feuerwerk von Tanz, Gesang, Akrobatik, lokalpolitischem Kabarett und Live Music mit der Band „Voice“ unter Willi Staud auf die Beine gestellt. Für die Regie ist schon seit Jahren Hansjörg Kögel zuständig, und Norbert Wieser sorgt in der Technik für einen reibungslosen Ablauf.

Ein Höhepunkt jagte den anderen, sei es der Einzug des prächtigen goldenen chinesischen Glücksdrachens, die begeisternden Tanzauftritte der Gruppen „Golden La Vita“, „New Generation“ und „Dance Empire“ oder die Akrobatik der „Oberdorfer Turn-Kids“ und der „Crazy Artists“. Die chinesischen Trommler unter Max Kinker senior bearbeiteten ihre Trommeln, bis den Gästen der Magen vibrierte.

Umwerfend komisch waren die fünf liebreizende Geishas, die in schönem Tenor, Bariton und Bass „Mister Meier, bitte sei - mein Samurai!“ sangen, oder die beiden Schönheiten, die im Duett empfahlen, einen Mann immer und auch für Kleinigkeiten zu loben. „Wessen Name in der Fasnacht fällt, der wird zur Prominenz gezählt“, verkündeten die Chinesen-Kids in der Einleitung. Und dann wurde im Laufe der fast vierstündigen Vorstellung munter über Bürgermeister und Stadträte, Landräte und Landtagsabgeordnete, Baulöwen, Bausünden, Gastronomie und Schildbürgerstreiche hergezogen.

Sechs Marktoberdorfer Jugendliche sahen ihre Stadt erstmals durch eine rosarote Brille – und wollten sie nie wieder absetzen. Voll den Überblick über das Stadtgeschehen hatten vom Fendt-Kamin aus ein Kaminfeger und ein sprechender Rabe. Auch bei der Nummer der drei notgelandeten Aliens, die vom Rathaus aus vielleicht „nach Hause telefonieren“ können, wenn doch dort Fremde 6 Stunden lang surfen dürfen, amüsierten sich die Gäste königlich.

Die letzten Kita-„Kinder“, die noch Allgäuerisch beherrschen, gaben auf XXXL-Stühlen ihr Wissen um Baupunkte für Kinderreichtum zum Besten und wunderten sich: „Jeder Vogl baut zerscht a Nescht und kriagt dann Kinder – bloß in Oberdorf isch andersrum.“ Rathaus-Staubsaugerfee Fatma wurde von ihrem Chef Dr. Hell zur Fortbildung geschickt: „Wenn du nix machen Weiterbildung, dann ich holen Putzfrau von Kaufbeiren“.

Nach insgesamt 24 abwechslungsreichen Nummern, von denen hier nur einige genannt werden konnten, dankte schließlich ein voller Saal mit lang anhaltenden Standing Ovations dem Fasnachter-Team für einen höchst gelungenen, kurzweiligen Abend.

von Ingrid Zasche

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