Bank ehrt Mitglieder, die teilweise seit über 60 Jahren Mitglied sind

Solide Vermögenslage

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Bei der Generalversammlung der Raiffeisenbank Kirchweihtal wurden erstmalig Mitglieder für mehr als 50-jährige Mitgliedschaft von Vorstand Andreas Fischer (li.) und Vorstandsvorsitzenden Günter Dreher (re.) geehrt.

Pforzen – Traditionsgemäß hatte die Raiffeisenbank Kirchweihtal mit einem Abendessen zur Generalversammlung eingeladen, diesmal in die Mehrzweckhalle Pforzen. Die Dividende von 5,5 Prozent wird in den folgenden Jahren nicht mehr erreicht werden können, prognostizierte der Vorstand.

„Das Modell der Raiffeisenbank basiert auf Mitgliedern“, sagte Vorstandsvorsitzender Günter Dreher, deshalb wollte man in diesem Jahr beginnen, die Mitglieder zu ehren, die durch ihre Mitgliedschaft schon lange mit zum Erfolg der Raiffeisenbank beitrügen. „Die Recherchen dazu gestalteten sich sehr anspruchsvoll“, gab Dreher zu, „…immerhin musste 65 Jahre zurück recherchiert werden“. Zahlreiche Mitglieder waren seit mehr als 50 Jahren in der Genossenschaft dabei, manche sogar über 60 Jahre. Genossenschaftsmitglied Georg Biechele aus Germaringen ist sogar seit 65 Jahren dabei und hatte mindestens seit 1952 der Raiffeisenbank die Treue gehalten. Die Bank bedankte sich bei allen Geehrten mit einer Urkunde.

Im Bericht über den Geschäftsbericht 2016 kündigte Dreher an, dass dieses Jahr für lange Zeit das letzte gute Jahr gewesen sei. Bei einer Bilanzsumme von 350 Millionen Euro blickte die Raiffeisenbank Kirchweihtal auf ein betreutes Kundenkreditvolumen von 220 Millionen Euro, was einer Steigerung von 7,9 Prozent entspricht. Mit einem um 5,4 Prozent gestiegenen betreuten Kundeneinlagenvolumen von 425 Millionen Euro verwaltete die Bank 645 Millionen Euro.

Dreher erinnerte daran, dass neben dem reinen Bankgeschäft auch das Warengeschäft zur Raiffeisenbank gehöre und bei einem Umsatz von 2,6 Millionen Euro mit 75.000 Euro Betriebsergebnis zum Geschäftsergebnis beigetragen habe.

Aus dem Bilanzgewinn von rund 531.000 Euro wurden 325.000 Euro in die gesetzlichen Rücklagen eingestellt. Mit den verbleibenden 206.000 Euro schlug der Vorstand vor, eine Dividende von 5,5 Prozent auszuschütten, weil es ein gutes Jahr gewesen sei. „In den nächsten Jahren wird diese Dividende allerdings runtergehen müssen“, prophezeite Dreher. Er bedankte sich bei den über 5.800 Mitgliedern, ohne die dieses Ergebnis nicht möglich gewesen sei und warb um weitere Treue zur Raiffeisenbank in dieser Niedrigzins­phase. Er bedankte sich auch bei den insgesamt 78 Mitarbeitern für ihre gute geleistete Arbeit. Aufsichtsratsvorsitzender Anton Königsberger betätigte dem Vorstand eine ordnungsgemäße Geschäftsführung und eine solide Vermögenslage, was durch den Genossenschaftsverband geprüft und bestätigt wurde. Der Vorstand wurde von den Mitgliedern entlastet. Der erste Bürgermeister von Irsee, Andreas Lieb, wurde als Aufsichtsrat wieder gewählt. Franz Hartmann schied turnusgemäß aus dem Aufsichtsrat aus und wurde für seine Arbeit geehrt.

Vorstand Andreas Fischer erinnerte in einem kurzen Rückblick auf die Spendenaktivitäten der Raiffeisenbank. Rund 33.000 Euro Spenden gingen an Vereine und Organisationen, insbesondere auch an Jugendabteilungen. In einem Blick in die Zukunft berichtete Fischer von dem, seit einigen Tagen eingerichteten neuen KundenServiceCenter, das am 1. Juli in Regelbetrieb gehen solle. Hier können dann viele übliche Bankgeschäfte rund ums Konto telefonisch erledigt werden. Viele Vorgänge könnten auch bereits über das Internet abgewickelt werden. Der Vorstandsvorsitzende betonte: „Die Geschäftsstelle vor Ort wird aber weiterhin ein wichtiger Pfeiler für den Kontakt zu den Kunden sein“. Deshalb habe man einen professionellen Fahrdienst auch für Rollstuhlfahrer organisiert, der regelmäßig bei den inzwischen geschlossenen Geschäftsstellen die Kunden abhole. Dreher appellierte eindringlich an die Mitglieder, die Entscheidung mitzutragen, weiterhin Mitarbeiterabbau vermeiden zu wollen.

Langjährige Mitglieder der Raiffeisenbank Kirchweihtal wurden geehrt:

Georg Biechele (Germaringen, 65 Jahre), Erwin Hofer (Kaltental, 60), Franz Inmann (Kaltental, 60), Karl Martin (Pforzen, 60), Hermann Bernhart (Germaringen, 50), Rudolf Breckle (Kaltental, 50), Erwin Daiser (Rieden, 50) Johann Hartmann (Germaringen, 50), Xaver Haug (Buchloe, 50), Josef Heim (Buchloe,50), Martin Hofer sen. (Waal, 50), Kath. Kirchenstiftung. Ketterschwang (Germaringen, 50), Isidor Linseis (Jengen, 50), Konrad Luxenhofer (Waal, 50), Georg Meggle (Kaufbeuren, 50), Leonhard Mörz (Oberostendorf, 50), Anton Mörz (Westendorf, 50), Franz Müller (Jeng­en, 50), Xaver Pienle (Pforzen, 50), Ernst Pilzer (Buchloe, 50), Anton Port (Schwabsoien, 50), Alfred Reißner (Oberostendorf, 50), Elmar Ried (Oberostendorf, 50), Franz Ringmeir (Waal, 50), Brigitte Rogg (Pforzen, 50), Gerhard Sager (Buchloe, 50), Gottfried Schär (Waal, 50), Manfred Scheitle (Waal, 50), Anton Schleich (Germaringen, 50), Karl Schorer sen. (Oberostendorf, 50), Michael Schwarz (Waal, 50), Otto Seitz (Buchloe, 50), Josef Settele (Waal, 50), Theodor Steber (Waal, 50), Anton Völk (Waal, 50), Albert Wassermann (Germaringen, 50), Paul Wörle (Waal, 50), Anton Zabl (Rieden, 50).

von Wolfgang Krusche

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