"Das geht eindeutig zu weit"

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Anonyme Plakate, wie hier an einem Stadel nahe des geplanten Hotelstandorts, stören Bürgermeister und Stadtrat gewaltig.

Marktoberdorf – „Es scheint in Marktoberdorf neuerdings Mode zu sein, mit anonymen Plakaten polemisieren zu wollen“, sagte Marktoberdorfs Zweiter Bürgermeister Wolfgang Hannig (SPD) barsch am Rande der jüngsten Stadtratssitzung und spielte damit nicht nur auf die politische Hetze eines anonymen Plakatierers an (wir berichteten).

 Auch in Sachen Hotelneubau hatte es anonyme Briefe und Plakate gegeben, die an Stadeln prangten und auch vor dem Gartenzaun des Bürgermeisters nicht halt machten. „

Wir haben teilweise beleidigende anonyme Briefe erhalten. Auch am Haus eines Investors hing ein verunglimpfendes Plakat. Das geht eindeutig zu weit“, schimpfte Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell.

Der Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion, Eduard Gapp, fand ebenfalls klare Worte: „Ich verachte alle anonym gehaltene Gegenrede“, sagte er und zollte gleichzeitig all denjenigen Bürgern Respekt, die ihre Bedenken gegenüber einem Hotelneubau offen eingebracht hatten. Hannig wünschte sich, wieder zur direkten Allgäuer Art zurückzukehren, „wo man einander ins Gesicht sagt, was man von einer Sache hält.“

von Angelika Hirschberg

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