Raritäten mit Charme

All die Mühe der Organisatoren des Oldtimer-Vereins 1990 Lindenberg hat sich gelohnt: Bei ihrem 8. Oldtimertreffen, das in Kombination mit dem 2. Allgäuer Mercedes-Benz-Treffen am vergangenen Wochenende in Jengen stattfand, herrschte drei Tage lang gute Stimmung bei den zahlreich angereisten Oldtimer-Besitzern aus ganz Deutschland und den vielen interessierten Besuchern. Viele historische Schätzchen, originalgetreu restauriert, gab es sowohl bei den Autos als auch bei den Traktoren zu entdecken.

Schon zum Partyabend am Freitag im Vereinsheim der Oldtimer-Truppe reisten Gäste aus der Kurpfalz an, die sich auf ein fröhliches Wochenende unter Gleichgesinnten freuten. Das Gelände für die Fahrzeuge war präpariert, das im vergangenen Jahr eingeweihte Vereinsheim geschmückt und um ein Zelt erweitert, damit auch alle Besucher Platz fanden. Am Samstag reisten dann die meisten Oldtimer-Besitzer an, die das Treffen nutzen wollten, um ihre Fahrzeuge zu präsentieren und mit Gleichgesinnten fachzusimpeln. Beim 8. Oldtimertreffen in Jengen waren Autos und Motorräder aller Marken willkommen. Einen Schwerpunkt bildeten ganz klar die Traktoren aus den verschiedensten Jahrzehnten, die auf einem eigenen Ausstellungsbereich gezeigt wurden. Wie in den 30ern Unter der Regie von Vereinsmitglied Konrad Alt entstand eine sehenswerte Attraktion. Mit größtenteils eigenen Fahrzeugen und Gerätschaften stellte Alt auf einem Acker die einzelnen Schritte von der Aussaat bis zur Ernte dar, wie es etwa in den 30er Jahren üblich war. Die Besucher bekamen einen genauen Eindruck, welche Mühe die Bauern in der damaligen Zeit auf sich nehmen mussten beim Pflügen, Düngen, Mähen, dem Transport des Getreides bis hin zum Dreschen und anschließendem Mahlen des Korns. An der nächsten Station führte Markus Raimann dann vor, wie aus Sauerteig in einem knapp 100 Jahre alten Steinbackofen Fladen und Krustenbrot gebacken wird. Auch Apfelsaft wurde auf dem Gelände mittels einer kleinen Presse frisch hergestellt und konnte vor Ort gekostet werden. So gab es auf dem weitläufigen Areal im Gewerbegebiet von Jengen jede Menge zu entdecken. Aus Bremen angereist Vermutlich die weiteste Anreise hat das Ehepaar Weber aus Bremen auf sich genommen. 790 Kilometer sind es von ihrem Zuhause bis zum Oldtimertreffen. Sie gehören ebenso wie bundesweit 1200 Mercedes-Besitzer dem Mercedes-Benz W123-Club an. Da Ulrich Busch sowohl im Oldtimer-Verein 1990 Lindenberg als auch bei den Mercedes-Freunden im Vorstand sitzt, fand dieses Jahr zum zweiten Mal parallel das Allgäuer Mercedes-Benz-Treffen statt. „Im Süden gab es für die Mercedes-Freunde bisher keinen richtigen Treffpunkt zum quatschen, Workshops abhalten und zum Austausch”, stellt Busch fest. Daher brachte er die beiden Clubs zusammen. So kommen insbesondere zahlreiche Mercedes-Fahrer weit aus dem hohen Norden ins Allgäu. Patrick und Bozena Weber sind erstmals im Allgäu und wirklich begeistert „von der Gegend und den freundlichen Menschen”. Die Bremer sind mit einem Mercedes 230 CE Baujahr 1982 angereist. Zuhause hat der Sammler und Bastler in einem umgebauten Gewächshaus insgesamt zehn restaurierte Mercedes-Oldtimer stehen. Patrick Weber fährt gerne zu Oldtimertreffen, um „Leute kennen zu lernen oder Teile zu tauschen”. Und in Jengen ließ sich Beides gleich noch mit einigen Urlaubstagen im Allgäu verbinden.

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