Kinokritik: "Overdrive"

+
Exklusive Oldtimer-Sammlerstücke haben es Andrew (Scott Eastwood) und Garret (Freddie Thorp) besonders angetan.

Fans des rasanten Actionkinos konnten sich erst vor kurzem über den neusten Film der „Fast & Furious”-Reihe freuen. Nun liefert Antonio Negret mit „Overdrive” das amerikanisch-französische Pendant.

Inhalt

Die Halbrüder Brüder Andrew (Scott Eastwood) und Garrett Foster (Freddie Thorp) haben ihre Leidenschaft für teure Karosserien zum Beruf gemacht. Den meisterhaften Autodieben eilt ihr Ruf voraus. Ihnen ist keine Mission zu heikel, um die ganz exklusiven und hochpreisigen Sammlerstücke im Auftrag zu ergaunern. Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung geraten die Brüder an der Französischen Riviera mit dem lokalen Gangster Jacomo Morier (Simon Abkarian) aneinander, der eine unbezahlbare Autosammlung besitzt. Um ihren Hals zu retten, sollen Andrew und Garrett dem Sammler von ihrem Talent überzeugen, indem sie ihm ein begehrtes Auto aus der Sammlung von Max Klemp (Clemens Schick) beschaffen. Ein rasanter und hoch-motorisierter Wettlauf gegen die Zeit beginnt...

Rezension

96 Minuten lang befindet sich der Zuschauer mit den beiden Brüdern im Adrenalin-Rausch. Bereits nach den ersten Filmminuten ist klar, worauf man sich bei diesem Film eingelassen hat. Rasant geschnittene Hochglanzbilder präsentieren sündhaft teure Autos, die alsbald über den Asphalt fliegen. Mit halsbrecherischen Aktionen bringen die Brüder, gespielt von Scott Eastwood („­Suicide Squat“) und Freddie Thorp („The Heat Hunter“), die Autos in ihren Besitz. Mit höchster Geschwindigkeit brettern sie durch die Straßen der französischen Riviera, ohne Rücksicht auf Verluste. Mit dem klaren Ziel vor Augen setzen die Männer gemeinsam mit ihrem Team alles daran, es zu erreichen. Mit stetiger Kontrolle über die Karosserien absolvieren sie gigantische Stunts, ohne sich rücksichtslos in Gefahr zu begeben.

Verflochten mit dem rasanten Trip quer durch die Stadt sind sowohl ein Entführungsfall, als auch eine Liebesgeschichte, die die Handlung vorantreiben, sie aber nicht in belanglose Nebenhandlungen verstrickt.

Die Verwicklung der Brüder in gleich zwei zwiespältige Machenschaften ist für den Zuschauer spannend aufbereitet. Lediglich durch Verweise wird am Hintergrund der Figuren gekratzt, die weitestgehend glatt bleiben, für den Film aber ausreichende Persönlichkeiten entwickeln.

Der Weg des knallharten Diebes-Teams ist mit Verwüstung gepflastert. Unsägliche Blechschäden gehen auf ihr Konto und nicht jeder Gegner kommt mit dem Leben davon. Sehenswerte Explosionen und rasante Tricks verleihen „Overdrive“ die notwendigen PS, um die Actionfans zu begeistern. Derweil sorgt die Sympathie zwischen den Figuren und der Dialogwitz für humorvolle Unterhaltung. Die weitläufigen Kulissen versprühen einen Hauch von Urlaubsfeeling, während man sich im Kinositz festkrallt, um den rasanten Kinobesuch vollends zu genießen. Schon allein aufgrund der knackigen Filmlänge nimmt die Handlung bereits in den ersten Minuten ordentlich an Tempo auf, das bis zum ruhig ausklingendem Finale des Öfteren ans Ultimo getrieben wird. Negret ist mit „Overdrive“ ein packender Actionthriller mit überhöhter Geschwindigkeit gelungen, der dem Team von Fast & Furious“ Konkurrenz macht.

von Sandy Kolbuch

Infos zum Film:

Originaltitel: Overdrive

Land: USA/Frankreich

FSK: 12

Regisseur: Antonio Negret

Darsteller: Scott Eastwood, Freddie Thorp, Clemens Schick, Ana de Armas, Gaia Weiss u.a.

Auch interessant

Meistgelesen

Eiskunst und Winterzauber
Eiskunst und Winterzauber
Verheerender Brand in Wohnhaus 
Verheerender Brand in Wohnhaus 
Heiter, besinnlich, philosophisch
Heiter, besinnlich, philosophisch
Positiver Rückblick auf 2017
Positiver Rückblick auf 2017

Kommentare