Raum für Entfaltung

„Haus für Kinder Sankt Josef“ wird offiziell eröffnet

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Die Einweihung „ihres“ neuen Hauses feierten die Kinder mit zahlreichen Gästen.

Kaufbeuren – Raum für Bildung, Begegnung und Entfaltung: Zur feierlichen Einweihung des „Haus für Kinder Sankt Josef“ fanden sich Mitwirkende, Unterstützer, Gäste aus Politik und dem öffentlichen Leben am vergangenen Freitag im Haus St. Martin ein, um sich im Anschluss in einem Rundgang erste Eindrücke vom Neubau in der Pfarrgasse zu verschaffen. Gefühlvolle Musik von den Brucker-Strings begleitete die Feierlichkeiten.

Der „visionären Lebensleistung“ des damaligen Stadtpfarrers Josef Landes sei es zu verdanken, dass zum Jugendschutz für Arbeiterkinder mithilfe der Stiftung von Professor Peter Schegg 1884 ein Kindercolleg gegründet werden konnte, wie Rudolf Wisbauer von der Prof. Dr. Peter Schegg‘schen Katholischen Waisenhausstiftung in seiner Begrüßung erläuterte.

Durch die „partnerschaftliche Zusammenarbeit“ und den Einsatz von vielen Seiten konnte der Neubau der Kindertagesstätte unter Trägerschaft der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V. entstehen, nachdem der Spatenstich für das Projekt im November 2016 erfolgt war. Die Baukosten von 4,65 Millionen Euro konnten durch Fördergelder gestemmt werden.

Das Ergebnis sei laut Wisbauer eine „zukunftsweisende Einrichtung mit modernem pädagogischen Standard“, die helle Räume mit natürlicher Wirkung und einem neu gestalteten Außenspielgelände biete. Für die „Wohlfühlqualität“ sorgten die Architekten Stadtmüller, Burkhardt und Graf.

Auch in der anschließenden Talkrunde waren sich die Redner einig, dass Sankt Josef als „Vorzeigeeinrichtung“ positiv auffällt – sei es durch das menschliche Miteinander, die Wertevermittlung oder Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch flexible Lösungen, die insbesondere alleinerziehenden Müttern und Vätern entgegenkommen.

Dr. Klaus Donaubauer als Bischöflicher Finanzdirektor hob die „Vermittlung von Chancen und Stärkung der Persönlichkeit“ hervor, die eine solche Einrichtung den Kindern auf den Weg gebe.

Staatssekretär Franz Josef Pschierer betonte die Bedeutung der Kindertagesstätte als Ort der Begegnung, bereichert durch Personen, die ihrer Berufung „mit Herz und Leidenschaft“ nachgehen.

„Moderne Pädagogik trifft auf moderne Architektur“, freute sich Einrichtungsleiterin Antoinette Stöckeler über die neuen Räumlichkeiten. Barrierefreiheit sei nun auf mehrerlei Hinsicht gegeben, ermögliche das offene System doch die Interaktion zwischen Krippe und Kindergarten. Reichlich Raum zur Entfaltung habe man nun, sodass einer „schönen Kinderzeit“ nichts mehr im Wege stehe: „Die Buchungszeiten beweisen: Kinder und Eltern fühlen sich wohl“.

Platz für 152 Kinder bietet das neue Haus, in dem die Kleinen aus der Kinderkrippe, dem Kindergarten und der Schulkindergruppe lernen und spielen können.

Stadtpfarrer Bernhard Waltner bezeichnete die Förderung der Kinder als „vornehmes Anliegen“. „Jeder Einzelne ist ein Schatz Gottes“, und so brauche es Menschen, die „Verantwortung übernehmen, begleiten, Räume und Perspektiven eröffnen“. Waltner würdigte das Engagement und die Kreativität, die in dieses Projekt einflossen und jene, die „mitgedacht, mitfinanziert und geholfen haben“, damit die Kinder und das Team an Erziehern und Kinderpflegern das Haus „mit Leben füllen können“.

von Mahi Kola

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