Raum für kreativen Austausch

Zwölfte „filmzeit kaufbeuren“ setzt vielfältige Impulse

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Der „Blasi“ ging an den glücklichen Gewinner Tomislav Vujcic für seinen Film „Champ“ (rechts im Bild). Hochkarätig besetzt war die Jury auch in diesem Jahr mit Regisseur und Kameramann Martin Farkas (v. li.), Helene Christanell, Festivalleitung „Bolzano Film Festival Bozen“, Joachim Kurz, Gründer des Kinoportals „kino-zeit.de“, sowie Schauspielerin Jutta Speidel. Den Jurypreis stiftete die Kreis- und Stadtsparkasse um Vorstandsvorsitzenden Franz Endhart.

Kaufbeuren – Raum für vielfältigen Austausch, Anregungen, Denkanstöße und neue Sichtweisen boten die 48 Filmbeiträge der 12. „filmzeit kaufbeuren“, die den Zuschauer mit ihrem Facettenreichtum berührten, überraschten, aufrüttelten oder zum Lachen brachten. Die Prämierung der besten Filme fand am Samstagabend im Kaufbeurer Stadttheater statt.

Deutsche und internationale Spielfilme, Animations-, Experimental- und Dokumentarfilme widmeten sich in einem bunten Genre-Mix verschiedenen Themen, spielten mit Gestaltungsmitteln, brachen mit Erwartungen und bewegten sich munter abseits des Mainstreams.

Das diesjährige Motto lautete „filmzeit verbindet“ – nämlich „die Region mit der Welt, den Botschaften und Werten der Filmemacher und einer toleranten und pluralistischen Gesellschaft, für die auch unser Festival steht“, so Festivalleitung Birgit Kern-Harasymiw. „Immer mehr Filmemacher finden den Weg nach Kaufbeuren und bringen geistige Nahrung in unsere Stadt“, appellierte Kern-Harasymiw an Filmschaffende und Filmbegeisterte, sich für die Kinokultur in der Provinz stark zu machen. Ihr Dank ging insofern an alle Mitwirkenden, die zum Gelingen des Festivals beitrugen, und an das „mutige Publikum“, das sich auf die Bandbreite der gezeigten Kurzfilme einließ.

18 Sichter schauten sich im Vorfeld Hunderte von Filmbeiträgen an, und die diesjährige Jury, bestehend aus Schauspielerin Jutta Speidel, Helene Christanell, Leiterin des „Bolzano Film Festival Bozen“, Joachim Kurz, Gründer und Herausgeber des Kinoportals „kino-zeit.de“ sowie Regisseur und Kameramann Martin Farkas, hatte eine alles andere als einfache Entscheidung zu treffen. Nicht nur Schauspieler, Charakter und Story seien unter anderem zu berücksichtigen, wie Juryvorsitz Jutta Speidel im Rahmen der Preisverleihung verriet, sondern auch, ob der Film einen „neuen Blickwinkel oder neue Möglichkeiten für das Medium Film aufzeigt“.

and the „Blasi“ goes to...

Als Sieger und Jurypreisträger der 12. filmzeit ging Tomislav Vujcic mit seinem Film „Champ“ hervor; laut Jury-Urteil ein Film „voll emotionaler Kraft“, in dem „Männlichkeitsbilder mit einer unmöglichen Liebesgeschichte kollidieren“. Die authentische schauspielerische Leistung des Hauptdarstellers verleihe dem Werk zusätzlich Tiefe. Der mit 1.500 Euro dotierte Jurypreis wurde von der Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren gestiftet. Über den mit 1.000 Euro dotierten, von der VWEW gestifteten Innovationspreis konnte sich Alexander Gratzer für seinen Animationsfilm „Apfelmus“ freuen. Der Film „reflektiert existenzielle Fragen mit beeindruckender Lakonie und gibt verblüffend einfache Antworten auf die Frage nach dem Sinn des Lebens“, so die Begründung der Jury.

Als bester Dokumentarfilm wurde „Tracing Addai“ von Esther Niemeier ausgezeichnet. Der Beitrag ist einer von vielen, die laut den jungen Machern mit kleinen Budgets und reichlich Herzblut entstanden sind.

Das Herz des Publikums konnte der aberwitzige Spielfilm „Die Schwingen des Geistes“ von Albert Meisel erobern, bei dem ein gescheiterter Musikwissenschaftler es mit seltenen Papageien und anderen skurrilen Begebenheiten zu tun bekommt. Gestiftet wurde der Publikumspreis von Lotto Bayern.

Der Preisträger für die filmzeit International ist Aurèlien Laplace für „Le Graffiti“; ein amüsanter Beitrag über (pseudo-)liberales Gehabe, „das uns den Spiegel vorhält“. Von animierten Katzen im Urlaub erzählt „Cat Lake City“ von Antje Heyn als Preisträger der kinderfilmzeit.

Eine lobende Erwähnung ging an Cheng Chao für „Angel‘s Mirror“, eine Liebesgeschichte zwischen Kindern, die mit klassischen Mitteln des Kinos erzählt wird. Der erste Demokratiepreis bei der filmzeit ging indes an Kerem Ergün für seinen Film „Zweite Haut“.

von Mahi Kola

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