Mit Recht und Courage

Ausstellungseröffnung „Mütter des Grundgesetzes“ in der vhs Kaufbeuren

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Raum für Inspiration und Austausch bietet die vhs-Ausstellung rund um mutige Vorreiterinnen.

Kaufbeuren – „Wohlauf Frauen, vereinigt euch, vorwärts drängt und kämpft!“: Das Kaufbeurer Frauen Forum und die Gleichstellungsstelle der Stadt feiern 100 Jahre Frauenwahlrecht mit einem vielfältigen Programm bis zum April. Ein Programmpunkt ist die Ausstellung „Mütter des Grundgesetzes“, die noch bis zum 15. März im Foyer der vhs Kaufbeuren zu sehen sein wird.

Der 12. November 1918 gilt als Geburtsstunde des Wahlrechts für Frauen in Deutschland. Am 19. Januar 1919 durften Frauen bei der Wahl zur Deutschen Nationalversammlung das erste Mal wählen und gewählt werden – davon machten sie regen Gebrauch: Rund 82 Prozent der Frauen strömten an die Urnen, um mitzuentscheiden. Knapp neun Prozent der Abgeordneten im ersten demokratischen Parlament waren weiblich. 1949 wurde die Gleichberechtigung im Grundgesetz festgeschrieben.

Ausstellungseröffnung mit audiovisuellen Eindrücken

Zur Eröffnung stimmten Simone Schatz und Astrid Bauer die Gäste mit Musik und Texten auf die Ausstellung ein.

Dass das Frauenwahlrecht 100 Jahre zurückliegt, sei aus heutiger Sicht „schier unvorstellbar“, befand auch Oberbürgermeister Stefan Bosse in seinen Grußworten. Auch heute sei man aber noch weit entfernt von der Idealvorstellung; trotz aller Bemühungen seien die Frauen in vielen Bereichen unterrepräsentiert. Daher gelte es, traditionelle Muster zu verlassen: „Wir müssen den Weg gehen, um die gläserne Decke zu durchbrechen“, so der OB. Denn es sei „schlichtweg dumm, sich dieser Perspektive zu berauben“.

Couragierte Vorkämpferinnen

Die Ausstellung „Mütter des Grundgesetzes“ zeigt die Lebensbilder der Politikerinnen Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel, die als Mitglieder des Parlamentarischen Rates wesentlich zum Entstehen des Grundgesetzes und zu der verfassungsrechtlichen Gleichstellung von Frauen und Männern beigetragen haben. Die Ausstellung erinnert an erreichte Erfolge und regt an, auch im Hinblick heutiger Herausforderungen aktiv am gesellschaftlichen und politischen Geschehen teilzuhaben und eine wünschenswerte Gesellschaft mitzugestalten.

Zahlen, die zum Nachdenken anregen

• Frauenanteil im Bundestag: 30,9 Prozent

• Anteil der Frauen in Führungspositionen in Deutschland: 29 Prozent

• Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen: 22 Prozent (Quell: www.100-jahre-frauenwahlrecht.de)

von Mahi Kola

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