Marktoberdorfer Bürgermeister Himmer lässt 2013 Revue passieren und wagt Ausblick

"Überwiegend zufrieden"

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Marktoberdorfs Bürgermeister Werner Himmer wünscht sich im kommenden Jahr ein sinnvolles Nachnutzungskonzept für die Klinik.

Marktoberdorf – Und auch in Marktoberdorf gehörte zur letzten Sitzung des Stadtrates im "alten" Jahr die Ansprache des Bürgermeisters. Viel Überraschendes gab es dabei nicht - mit dem Thema Georg-Fischer-Straße allerdings zeigte sich Werner Himmer allerdings noch nicht recht glücklich.

Zu einem richtigen Jahresabschluss gehört im Stadtrat der Rückblick des Bürgermeisters. Wie jedes Jahr nutzte Werner Himmer deshalb die Gelegenheit, Mitarbeitern und Bürgern zu danken und das „alte Jahr“ nochmals Revue passieren zu lassen. Eine Vorausschau auf die kommenden 365 Tage und auch ein paar kritische Worte fanden sich außerdem in seiner Rede. 

Unter Inkaufnahme einer Neuverschuldung in Höhe von 3,6 Millionen Euro sei es gelungen, eine Vielzahl von Projekten zu realisieren – allerdings jedoch konnten einige wichtige Maßnahmen, wie zum Beispiel die Sanierung der Georg-Fischer-Straße, nicht zur Umsetzung kommen. 2. Bürgermeister Walter Schilhansl sah das ganz pragmatisch und meinte – mit „Blick auf den Bestand der Berliner Mauer“: „Man muss auch einmal etwas abwarten können“. 

Trotz seines Bedauerns, dass der Schuldenabbau in 2013 nicht fortgesetzt werden konnte, bezeichnete Himmer die Einnahmesituation der Stadt nach wie vor als „erfreulich“. Das Steueraufkommen sei stabil, was, so Himmer, nicht zuletzt den örtlichen Betrieben zu verdanken sei. 

Kostspielige Vorhaben 

Aus einer Vielzahl von Vorhaben sprach Himmer die „wichtigsten“ an – dabei an allererster Stelle den Neubau der zweiten Marktoberdorfer Kinderkrippe. Himmer rechne damit, dass alle 60 Plätze des 3,3-Millionen-Euro-Projekts belegt werden. Ein weiterer großer Posten auf der Ausgabenseite sei die Generalsanierung der St.-Magnus-Kirche in Leuterschach gewesen, die sich zum Schmuckstück in der Kirschenlandschaft der Stadt entwickelt habe. In der Liste der in- vestiven Vorhaben folgten die Brandschutzmaßnahmen im Gulielminetti-Seniorenheim, in der Mehrzweckhalle Sulzschneid, sowie bei der Tiefgarage im Zentrum. Letztere Maßnahme sei, so Himmer, eine der Voraussetzungen für die Bebauung des „Mohren“-Grundstücks in 2014. 

Nicht belastend für den Stadtsäckel, aber gleichermaßen wichtig war der Baubeginn am ersten Abschnitt der Ortsumgehung Marktoberdorf/Bertoldshofen. Im Zuge der Maßnahme sei der Weiler Schillenberg mit einem Radweg an die Stadt angeschlossen worden; der Anschluss der Siedlung an das Kanalnetz soll folgen. Weitere erfolgreiche Projekte waren laut Himmer die Umrüstung der dezentralisierten Fernwärmeversorgung, die mittlerweile weit fortgeschrittene Teilfortschreibung des Flächennutzungsplanes für regenerative Energien sowie das integrierte Klimaschutzprogramm. 

Sanierung der Schule 

Auf die Agenda für 2014 und die Folgejahre hat sich die Stadtverwaltung von Marktoberdorf einige kostspielige Vorhaben gesetzt; hier stechen besonders die Investitionen in die Grundschulen der Stadt hervor. Zur Umsetzung kommen soll im Jahr 2014 die Erweiterung der Schule in Thalhofen und später die Sanierungen an der Adalbert-Stifter- sowie an der St. Martin-Schule. „Schnellstmöglich ein sinnvolles Nachnutzungskonzept“ wünscht sich der erste Bürgermeister für das Krankenhausgebäude – obwohl die Stadt „nur mittelbar beteiligt“ sei. Auch für das Ärztehaus auf dem Fendtparkplatz und den geplanten Hotelneubau erwartet Himmer im Laufe des kommenden Jahres konkrete Umsetzungsmaßnahmen. 

Nicht zufrieden zeigte sich die Stadtspitze beim Thema Stadtentwicklung – Stichwort: Georg-Fischer-Straße. Hier stelle die Bürgerschaft die Entscheidungen der städtischen Gremien in Frage. Mit Blick auf die Realisierung des Busbahnhofs setze er auf die Kooperationsbereitschaft der Bahn, von der allerdings noch wenig zu erkennen sei. Trotz der vielen Kritik, der er sich zusammen mit dem Stadtrat ausgesetzt sah, habe er den Eindruck, dass die Bürger doch „überwiegend zufrieden“ mit dem seien, was „geschaffen und auf den Weg gebracht worden“ sei. von Klaus Bauer

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