Die Region im Aufwind

Das Gebäude des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kaufbeuren ist in die Jahre gekommen und muss erneuert werden. Foto: Becker

Bei einem Kurzbesuch von Ministerialdirektor Martin Neumeyer als Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten überbrachte dieser eine positive Botschaft seines Hauses an die Region. In einem Gespräch mit Oberbürgermeister Stefan Bosse und Landrat Johann Fleschhut wurde seitens des Ministeriums die Unterstützung für ein sogenanntes „Grünes Zentrum“ in der Region Kaufbeuren/Ostallgäu zugesagt. In einem Grünen Zentrum könnten zukünftig das erweiterte Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF), die bereits jetzt angegliederten Schulen und eine Vielzahl von Partnern aus dem land- und forstwirtschaftlichen Bereich integriert sein. Eine Standortentscheidung fällt aber erst nach Erstellung eines Konzeptes mit allen Partnern.

Neumeyer hatte sich bei einem Besuch der Firma AGCO-Fendt in Marktoberdorf über die Leistungsfähigkeit des Konzerns informiert. Mit der Entscheidung für ein „Grünes Zentrum“ wolle das Ministerium ein Signal an die Region „als starker und zukunftsfähiger landwirtschaftlicher Standort“ geben, so der Amtschef. Bereits in der Vergangenheit hatten Stadt und Landkreis bereits bekundet, Grundstücke für das marode und zu eng gewordene AELF zur Verfügung stellen zu wollen (wir berichteten). Doch diese Frage rückt vorläufig in den Hintergrund. Mit möglichen neuen Partnern in Form von Bauernverband und Selbsthilfeeinrichtungen aus Land- und Forstwirtschaft soll ein Konzept zusammen mit den bereits vorhandenen Institutionen erarbeitet werden. Mit einer Entscheidung auch unter dem Aspekt der Finanzierung ist Ende 2011 oder Anfang 2012 zu rechnen. Diese orientiert sich im Wesentlichen auf fachlicher Seite an den Partnern und an der Zentralität. OB und Landrat zeigten sich erfreut über die Entscheidung. Einig sind sich beide darüber, dass eine Sanierung oder gar Erweiterung des Amtes und der Schulen am alten Standort nicht wirtschaftlich ist. Die Aufwertung des AELF mit den überregionalen Fachzentren für Ökolandbau und Rinderhaltung benötigt außerdem mehr Infrastruktur. "Grüne Berufe" gefragt Maria Rita Zinnecker als Leiterin der Kaufbeurer Behörde war ein Jahr nach ihrer Amtsübernahme glücklich über die ministerielle Entscheidung. Die seit 112 Jahren am Ort befindliche Behörde platze aus allen Nähten und man habe schon Ausweichquartiere bezogen. Die Einrichtung sei auf die Beratung der Partner mit etwa 3.000 Landwirten sowie Forstbetriebsgemeinschaften ausgerichtet. „Ich sehe den Amtsbereich gestärkt und auch Landwirtschafts- und Technikerschule müssen aufgrund steigenden Bedarfs räumlich angepasst werden“, so die Amtsleiterin. Gerade der Ernährungsbereich spiele eine zunehmend stärkere Rolle. Mit einer Realisierung des Bauvorhabens für ein modernes Kompetenzzentrum rund um die Land- und Forstwirtschaft ist nach Aussage von Amtschef Neumeyer frühestens 2013, eher wohl 2014 zu rechnen.

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