Regionalmesse ist beliebt

Rund 5.000 Besucher zählte die Messe BAUPLUS im Allgäu-Messe-Center am vergangenen Wochenende in Kaufbeuren. Foto: Becker

Nach rheinischen Regeln hat alles, was dreimal stattgefunden hat, Tradition. Dies könnte auch für die Regionalmesse BAUPLUS im Allgäu-Messe-Center zutreffen, denn Veranstalter und Messebetreiber haben im Rahmen der Messe am Wochenende angekündigt, einen mehrjährigen Vertrag abschließen zu wollen. Den Zeitraum ließen sie zunächst offen. Der kontinuierliche Zuwachs auf Aussteller- und Besucherseite sind wohl die ausschlaggebenden Gründe für diese Vereinbarung. Damit wird die Baumesse künftig am ersten Wochenende im Februar ihre Pforten öffnen. Der Zeitpunkt sei dabei gut gewählt.

Während die beteiligten Firmen zum Beginn des Jahres noch Platz in ihren Auftragsbüchern haben, denken viele Privathaushalte in ihrer Jahresplanung über anstehende Sanier- ungen oder Modernisierungen nach, so die Initiatoren. Nach Aussage von Jens Güttinger als Veranstalter von der MEMA messe&marketing ist die Messe mit dem heimischen Handwerk ein „Erfolgsmodell in Kaufbeuren“. Die seit 2010 im Durchschnitt um 20 Prozent gestiegenen Zahlen auf Ausstellerseite und der steigende Besucherstrom machen die Akzep- tanz dieser Regionalmesse deutlich. Die Veranstaltung habe durchaus Wachstumspotenzial „Wir haben noch Platz“, so der Messebetreiber. Auch für Josef Scheibel als Inhaber des Allgäu-Messe-Centers ist die Veranstaltung ein Erfolg. Beide Seiten erklärten nun, einen längerfristigen Vertrag abschließen zu wollen. Laut Innungsobermeister Robert Klauer ist die typische Regionalmesse für das Handwerk lukrativ. Es sei immer wieder überraschend, wie aus Kontakten Aufträge entstünden. „Das Handwerk ist die Stütze der regionalen Wirtschaft“, so Klauer. Peter Igel vom Wirtschaftsreferat der Stadt Kaufbeuren sieht eine „tolle Entwicklung des Messekonzeptes“, welches die Menschen anspricht. Die Stadt sei daher nicht nur Partner, sondern auch als Aussteller vertreten. "Goldene Zeiten" Bei der Eröffnung der Messe dankten Güttinger und Scheibel der Stadt ausdrücklich für ihre „300prozentige Unterstützung“. „In der Stadt werden kurze Wege gelebt“, so Scheibel. Für Oberbürgermeister Stefan Bosse ist „Anpacken ein gutes Motto“. Im Handwerk tue sich zurzeit sehr viel und aus eigener Betroffenheit wisse er, dass man kaum Handwerker bekäme. „Es sind goldene Zeiten für das Handwerk“, so der OB. Das Thema Energie, günstiges Geld und eine hervorragende Stimmung „befeuerten“ dies alles. Beim Messerundgang zeigte sich deutlich der Schwerpunkt im Bereich Energie, Sanierung und Modernisierung. Aber auch VR-Bank und Sparkasse als lokale Finanzdienstleister waren vor Ort und standen für mögliche Investitionen beratend zur Verfügung. Das Interesse der Besucher war groß. Kaum ein Stand, an dem nicht bei Gesprächen ein offensichtlicher Bedarf an Informationen sichtbar wurde. So ist es nicht verwunderlich, dass sich am Ende der Messe der größte Teil der Aussteller sehr zufrieden zeigte. Auch dann, wenn es im Einzelfall nicht zu großen Abschlüssen kam. Der Erfolg stelle sich häufig erst später ein, wichtig sei zunächst der Kontakt, so das Fazit für viele Aussteller. wb

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