Richtfest am Neubau für die Kinder von St. Josef in der Pfarrgasse

Einzug in einem Jahr

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Zum Abschluss des Richtfestes am „Haus für Kinder St. Josef“ waren die Blicke aller nach oben gerichtet, wo Zimmerer Siegfried Reichart nach alter Tradition den Richtspruch verlas.

Kaufbeuren – Noch knapp ein Jahr müssen die Kinder der Einrichtung St. Josef mit dem Postgebäude in der Heinzelmannstraße in einem Provisorium Vorlieb nehmen. Seit Herbst vergangenen Jahres sind sie dort nach Beginn der Abbrucharbeiten ihres Kindergartens mit ihren Betreuerinnen untergebracht (wir berichteten) und freuen sich schon riesig darauf, im Sommer nächsten Jahres ihr neues Heim beziehen zu können.

Dieser Tage fand im Beisein zahlreicher Ehrengäste, unter ihnen Oberbürgermeister Stefan Bosse, 2. Bürgermeister Gerhard Bucher, Stadtpfarrer Berhard Waltner, Stiftungspfleger Rudolf Wisbauer, sowie Markus Mayer von der Kath. Jugendfürsorge Augsburg und Vertretern der am Bau beteiligten Firmen, das Richtfest statt.

Groß war die Freude unter all den erschienenen Gästen, dass alles bisher nach Plan verlaufen ist und alle fertig gestellten Arbeiten fristgerecht ausgeführt wurden. Auch den Hauptpersonen dieser Feierstunde – den Kindern des Hauses St. Josef –stand die Freude ins Gesicht geschrieben und so sangen sie aus vollem Herzen „Leut‘ es ist so weit, wir feiern alle Richtfest heut“.

Stiftungspfleger Rudolf Wisbauer erinnerte in seiner Begrüßungsansprache, dass man lange abgewogen habe, das alte bestehende Gebäude zu sanieren oder abzureißen. Nachdem feuchte Kellerräume, ungeeignete sanitäre Einrichtungen und obendrein auch noch statische Probleme zutage getreten waren, wurde vonseiten der Prof. Dr. Schegg´schen Kath. Waisenhausstiftung der Entschluss gefasst, in Abstimmung mit dem beauftragten Architekturbüro Stadtmüller-Burkhardt-Graf aus Kaufbeuren einen kompletten Neubau zu errichten. Dabei habe man größten Wert auf eine wesentlich verbesserte Kinderbetreuung in modernen, hellen und barrierefreien Räumen gelegt. Schon jetzt zu diesem Zeitpunkt könne man sagen, dass dies gelungen sei und so gelte der Dank allen Beteiligten, die in dieses Projekt viel Engagement und Herzblut eingebracht haben, so Wisbauer.

Voller Stolz und Freude dankten auch Stadtpfarrer Bernhard Waltner und Oberbürgermeister Stefan Bosse für das bisher Geschaffene. „Es ist doch schön zu sehen, wie mitten in der Altstadt ein Bauwerk mit Kindern allmählich wieder mit Leben erfüllt wird“, so Kaufbeurens Stadtoberhaupt. Dank der Prof. Dr. Peter Schegg'schen Kath. Waisenhausstiftung, dem Freistaat Bayern, der Stadt Kaufbeuren und der Diözese kam die benötigte Summe von 4,8 Millionen Euro nach den Worten von Stadtpfarrer Waltner „für ein wunderschönes Projekt für Kinder zusammen. Für die sich aber all die Mühen und jeglicher Einsatz lohnen“.

Markus Mayer, Direktor der Katholischen Jugendfürsorge, die vor acht Jahren die Trägerschaft dieser Einrichtung in der Pfarrgasse übernommen hat, betonte zum Abschluss, dass es ein recht mühsamer und beschwerlicher Weg zunächst gewesen sei, bis all das mittlerweile Geschaffene erreicht wurde. Umso mehr freue er sich mit den Kindern und vor allen Dingen mit den Erzieherinnen, die ab Sommer nächsten Jahres hier allerbeste Voraussetzungen für ihre Arbeit vorfänden.

Und dann war es so weit, zum Abschluss ging es nach draußen und die Blicke aller waren nach oben auf das geschmückte Bäumchen und auf den Zimmermann Siegfried Reichart gerichtet, der nach alter Tradition den obligatorischen Richtspruch verlas, der passend für ein „Haus der Kinder“ mit den Worten endete: „Wie wäre unser Leben leer, gäb´ es keine Kinder mehr!“

von Klaus-Dieter Körber

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