Das "Roundhouse" soll Anlaufpunkt für "Kultszene" werden

Eine Bereicherung für die Innenstadt

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Einstieg in die Sanierung: Ein gewaltiges Arbeitspensum erwartete Markus Mölzer und sein Team beim Start in den Umbau des ehemaligen „PIC“.

Kaufbeuren – „Ich glaube an Kaufbeuren und an die Innenstadt“, so die Kernaussage von Unternehmer Markus Mölzer als Inhaber des „Roundhouse“. Anders ist es kaum zu verstehen, warum der 25-Jährige derart viel Energie in seinen Traum für einen Club gesteckt hat, der ab Juni dieses Jahres an der Stelle des ehemaligen „PIC“ am Graben in Kaufbeuren eröffnet.

Auf dem Wege vom leerstehenden und sanierungsbedürftigen  ehemaligen "Pic" zur baldigen Location "Roundhouse" in den Räumen am Graben galt es, einige Hürden zu überwinden. Insbesondere die Kaufbeurer Stadtverwaltung hat dazu wertvolle Unterstützung geleistet. Aber am Anfang stand die Überzeugungsarbeit, dem Besitzer des Gebäudes das Konzept schmackhaft zu machen. 

Mit dem „Roundhouse“ wird ein seit längerem bestehender Leerstand beseitigt, der damit städtebaulich eine positive Veränderung an exponierter Stelle der Innenstadt bewirkt. In erster Linie kommt es dem neuen Besitzer jedoch darauf an, einen Anziehungspunkt für die Musikszene zu schaffen. Der gebürtige Österreicher ist selbst Mu- siker und möchte Möglichkeiten bieten, neue Musik oder auch neue Musikrichtungen zu entdecken. „Doch Qualität kommt vor Quantität“, so die Devise des jungen Mannes, der mit leuchtenden Augen seine Pläne erläutert. Das „Roundhouse“ soll Anlaufpunkt für die Kultszene werden. Ideen gibt es genügend. Angebote aus der alternativen Musikszene gehören ebenso dazu wie aus dem künstlerischen Bereich, die Durchführung von Vernissagen oder sogenannten „Poetry-Slams“. Bei seinem Angebot setzt Mölzer auf qualitätsbewusste Gäste in der Altersgruppe ab 18 Jahren. Die Bar ist ausschließlich freitags und samstags im regulären Clubbetrieb geöffnet. Es werden unter anderem exklusive Getränke angeboten und mehrere DJs sind im Einsatz. 

Breite Unterstützung 

Seit der ersten Idee vor rund zwei Jahren und dem Start am Jahresanfang wurden in das Gebäude viel Arbeit und Zeit investiert. Dazu gehörte anfangs der Wille, den Eigentümer des Gebäudes von der Idee des „Roundhouse“ zu überzeugen. Dies gelang mit einem 30-seitigen Konzept, welches den Weg für die umfangreiche Sanierung frei machte. „Die absolut gute Zusammenarbeit mit der Stadt seitens Stadtplanung und Bauordnung waren eine enorme Hilfe“, berichtet Architekt Thomas Haag, der planerisch tätig war und das Vorhaben fachlich begleitete, „vieles hätten wir sonst nicht in diesem zeitlichen Rahmen geschafft.“ Mölzer selbst hat nach seinen Worten viel Eigenarbeit investiert und unzählige Stunden auf der Baustelle verbracht. In die Einrichtung wurde ebenso viel kreative Arbeit gesteckt wie für die Ausstattung der Technik. „Meine Gäste sollen sich schließlich wohlfühlen“, so der Jungunternehmer. „Gastronomie ist meine Leidenschaft“, schwärmt Mölzer, der sich bereits mit 18 Jahren in der Branche selbstständig gemacht hat. Er betreibt bereits seit sieben Jahren die „LiahLounge“ am Spitaltor. Aus dem Bereich dieser Gäste haben sich viele Freunde und Unterstützer gefunden, die voller Begeisterung ihre Mithilfe bei dem neuen Projekt angeboten haben. 

Gebäude kernsaniert 

Der desolate Zustand des Gebäudes resultierte einerseits aus der Abschiedsparty des „PIC“ im April 2012, bei dem sich viele Gäste „ihr“ persönliches Andenken aus 38 Jahren Kultszene sichern wollten. Andererseits stand das Gebäude fast zwei Jahre leer, wobei auch ein harter Winter seine Spuren hinterließ. So kam es zur Kernsanierung von der neuen Bo- denplatte bis zum Dach, bei dem heutige Emissionsschutzwerte eingehalten werden mussten. Eine komplett neue elektrische Anlage, Heizung und Lüftung waren obligatorisch. Auch ein barrierefreier Sanitärbereich ist vorhanden. von Wolfgang Becker

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