Virtuelle Generalversammlung

Rückläufige Ertragslage bei Raiffeisenbank Kirchweihtal

Die digitale Generalversammlung der Raiffeisenbank Kirchweihtal 2021
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Die digitale Generalversammlung der Raiffeisenbank Kirchweihtal 2021: im Hintergrund der scheidende Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisenbank Kirchweihtal Anton Königsperger (v. li.), Vorstandsvorsitzender Günter Dreher und Vorstand Andreas Fischer.

Kirchweihtal/Ostallgäu – Erneut hielt die Raiffeisenbank Kirchweihtal ihre Generalversammlung wegen der Corona-Pandemie virtuell ab. Besprochen wurde das Geschäftsjahr 2020.

Traditionell ehrte der Vorstand Andreas Fischer zu Beginn der Generalversammlung die langjährigen Mitglieder. Diesmal wurden 14 Personen für 60-jährige, und 80 Personen und Einrichtungen für ihre 50-jährige Mitgliedschaft mit Ehrenurkunden ausgezeichnet.

Niedrigzinspolitik und Corona-Pandemie

Vorstandsvorsitzender Günter Dreher berichtete von zwei Ereignissen, die das Geschäftsjahr 2020 geprägt hätten. Zum einen war die weiterhin anhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank der Grund für rückläufigen Zinserträge. Neu hinzu gekommen seien die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie. „An erster Stelle unseres Handelns standen in diesen Zeiten zwei Dinge: Die Gesundheit unserer Kunden und Mitarbeiter sowie die Aufrechterhaltung der vollen Bankdienstleistungen“, erklärte Dreher. Durch schnelle Reaktion auf die erforderlichen Schutzmaßnahmen sei es möglich gewesen, alle Geschäftsstellen geöffnet zu halten. Er dankte den Mitarbeitern und dem Betriebsrat in dieser besonderen Situation für das „Mitziehen“ und die Bereitschaft, gemeinsame Lösungen zu finden.

Jahresabschluss und Lagebericht

Vorstand Andreas Fischer berichtete für 2020 von einer Steigerung der Bilanzsumme um 41,8 Millionen Euro auf 418,4 Millionen Euro, was eine Steigerung von 11,1 Prozent bedeute. Die Gründe lägen in verstärkten Geldzuflüssen von Kunden und in einem aufgenommenen Bundesbanktender zur Liquiditätssicherung. Gleichzeitig sei ein 7,8-prozentiger Zuwachs an Kundenkrediten auf 290,8 Millionen Euro, hauptsächlich für den klassischen Wohnungsbau zu verzeichnen gewesen. Bei den betreuten Kunden­einlagen seien die über 30 Millionen Euro Zuwächse aus 2019 nochmals um 33,1 Millionen Euro für 2020 getoppt worden. Die Verwaltungskosten seien stabil gehalten worden, wobei die Personalkosten durch tarifliche Steigerungen leicht erhöht seien. Die Zinsüberschüsse für 2020 hätten sich wegen der Negativzinspolitik um 400.000 Euro verringert, sodass die Ertragslage für 2020 rückläufig war. Da die massiven Markteingriffe der Europäischen Zentralbank jedoch so weitergehen würden, rechne man mit weiter sinkenden Ergebnissen. Aus diesem Grund habe man vorgesehen, die Dividende von bisher vier auf 2,5 Prozent abzusenken, mit der Absicht, diese reduzierte Dividende für die nächsten Jahre stabil zu halten.

Verabschiedung von Anton Königsperger

Nach 19 Jahren im Dienst für die Bank wurde der Aufsichtsratsvorsitzende Anton Königsperger aus dem Aufsichtsratsgremium verabschiedet. Er war 2002 erstmals in den Aufsichtsrat der früheren Raiffeisenbank Irsee-Pforzen-Rieden gewählt worden und begleitete 2008 die Fusion mit der Raiffeisenbank Kirchweihtal und 2012 dann die Fusion mit der Raiffeisenbank Germaringen. Das langjährige Engagement Königspergers wurde mit der Ehrenurkunde des Genossenschaftsverbandes Bayern gewürdigt.

Wolfgang G. Krusche

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