Buchloes Gewerbeverein unterstützt kostenloses WLAN

WLAN für alle

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Stadtrat Manfred Beck (links) stieß beim Vorsitzenden des Gewerbevereins, Niko Stammel, auf offene Ohren. Seit einigen Tages kann man im und rund um das Modehaus Stammel kostenlos im Internet surfen.

Buchloe – Internet immer und überall. So stellt sich SPD-Fraktion im Buchloer Stadtrat die virtuelle Zukunft vor. Die Stadträte Manfred Beck und Helmut Jambor hatten vor einiger Zeit im Bauausschuss einen formellen Antrag eingereicht, die Stadt möge ein öffentliches und kostenloses WLAN-Netz einrichten (wir berichteten). Inzwischen gibt es die ersten Erfolge.

Bei Niko Stammel, Inhaber des gleichnamigen Modehauses und Vorsitzender des Gewerbevereins, stießen die beiden SPD-Stadträte auf offene Ohren. Seit einigen Tagen kann man im Modehaus in der Bahnhofstraße kostenlos im Internet surfen. Aber nicht nur dort. Der Router des Modehauses deckt auch den Bahnhofsvorplatz mit ab. Niko Stammel betonte, auch andere Firmen des Gewerbevereins seien bereits in der Umsetzungsphase.

Die Firma Next neben dem Stadthotel sei dabei, ebenso wie die Firma Kirchner Datentechnik in der Mindelheimer Straße. Kostenloses WLAN ohne einloggen gibt es inzwischen rund um das Buchloer Hallenbad und beim Haarstudio von Andrea Bogner.

 Helmut Jambor und Manfred Beck hatten ihren Antrag damit begründet, dass Buchloe als familienfreundliche und moderne Stadt ihren Bürgern den kostenlosen Zugang zum Internet im öffentlichen Raum ermöglichen solle. Gerade für die jüngere Generation sei das ein wichtiger Teil der Lebensqualität, heißt es in dem Antrag.

Auch würde die Attraktivität der Stadt als Industrie- und Gewerbestandort gesteigert. Zahlreiche Geschäftsreisende, also auch Partner der ortsansässigen Firmen, würden von diesem Angebot profitieren. Beide Stadträte verweisen darauf, dass einige Kommunen bereits für ihre Bürger ein kostenloses öffentliches WLAN-Angebot bereitstellen.

Als Beispiele werden die Städte Augsburg, Lindau und Leutkirch genannt. Auch in Fernbussen oder öffentlichen Verkehrsmitteln wie in Berlin gehöre diese Einrichtung zur Normalität. Beck und Jambor betonen, die vorhandenen Bedenken zur Haftung, Sicherheit oder zu rechtlichen Problemen scheinen dort gelöst zu sein.

Es ginge nicht um eine flächendeckende Versorgung der Stadt Buchloe, heißt es weiter in dem Antrag. Vielmehr solle eine Versorgung von zentralen Orten in Kooperation mit der örtlichen Geschäftswelt und den Betrieben durchaus eine gute Abdeckungsrate bringen.

Als positiven Aspekt werteten die beiden Stadträte, dass durch eine WLAN-Nutzung die Inanspruchnahme der Mobilfunk-Verbindungen abnehme, was auch zu einer Abnahme der oft beklagten Strahlenbelastung durch Mobilfunk zur Folge habe, denn bei dem WLAN handele es sich um kleine Funkzellen mit nur geringer Reichweite, also auch mit minimaler Strahlungsintensität. Im Stadtrat ist der Antrag der SPD-Fraktion noch nicht behandelt worden.

von Siegfried Spörer

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