Rundwanderweg am Kaufbeurer Bärensee wird konkreter – Schwimmbrücke angedacht

Bald könnte es rund gehen

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Rot eingezeichnet ist der Standort der geplanten Schwimmbrücke über den Bärensee.

Kaufbeuren – Ein Jahre altes Projekt kommt in die Gänge: ein Rundwanderweg um den Bärensee soll realisiert werden. Nachdem die Umsetzung in der Vergangenheit an Grundstücksfragen scheiterte, wird nun eine Schwimmbrücke über den See in Betracht gezogen. Diese ermögliche dann immerhin, dass Fußgänger die Hälfte des Sees umrunden könnten.

Wenige Meter Weg an der B16 westlich des Sees fehlen zur Verwirklichung für einen geschlossenen Rundweg um den Bärensee noch, wobei hier lediglich ein Anlieger seine Zusage verweigert. Gespräche seien laut Bosse nicht erfolgsversprechend. So kam die Idee einer Schwimmbrücke auf, die aus einer Reihe von schwimmenden Pontons bestehen soll, auf die ein Steg montiert ist. Auf Höhe der Halbinsel bei einer Breite von etwa 180 Metern könne die Brücke als Querung über den See verlaufen und so einen Rundweg um und über den See schaffen. „Ich rechne mit einer Rundweglänge von circa einer dreiviertel Stunde, je nach Kondition“, erklärte Baureferent Helge Carl. Bisher müssen Spaziergänger auf der Strecke umkehren und den gleichen Weg zurück nehmen, anstatt den See umrunden zu können. Laut Bosse ginge eine solche Schwimmbrücke mit den geringsten Eingriffen in die Natur einher und würde weder für Fischer noch für Segler ein Problem darstellen. Letztere dürften ohnehin aus Gründen des Naturschutzes nicht in den südlichen Teil des Sees vordringen, weshalb deren Entfaltung nicht eingeschränkt würde. Der Bärensee sei sowohl Landschaftsschutz- als auch Nah­erholungsgebiet. Für Ruderboote kann laut Carl ein Durchlass eingeplant werden. Die Abstimmung mit den Seglern und Fischern stehe im Detail noch aus.

Pontonbrücken ohne besondere Vorkehrungen sperren das Gewässer nicht nur für den Schiffsverkehr, sondern auch für von Flüssen angeschwemmte Bäume, Sträucher und Unrat. „Diese Schwierigkeiten sind bekannt“, sagte Carl auf Anfrage. „Wie dem planerisch begegnet werden kann, ist Gegenstand der weiteren Planungen. Es gibt aber eine gute Chance, dass diese Herausforderungen bewältigt werden können. Wenn nicht, bleibt nur eine aufwendigere Lösung.“

Weitere Bauprojekte

Das Projekt Bärenseerundwanderweg ist eine von vier Einzelentscheidungen zu Baumaßnahmen, die Stadtkämmerer Markus Pferner im Rahmen der Haushaltsberatungen vergangene Woche dem Verwaltungsausschuss vorlegte und die zu den ausgegliederten Maßnahmen gehören. Die drei weiteren Punkte waren der schon lange geforderte Radweg nach Friesenried zusammen mit einer Verbesserung der Straße Alte Steige (außerorts), die Umfeldgestaltung am Fünfknopfturm sowie die Fußwegführung im Bereich Am Graben/Ringweg. Alle vier Projekte auf der Wunschliste könnten heuer laut Baureferent Helge Carl nicht angeschoben werden, was an den Kosten liegt. Deswegen hieß es zu priorisieren. Die Aufwertung der Fußwegeverbindung zwischen dem Forettle-Areal und der Altstadt entlang des Schwanenweihers soll auf jeden Fall im Jahr 2018 realisiert werden – zeitnah zur Eröffnung des Fachmarktzentrums. Hierfür wurden 500.000 Euro bereitgestellt. Dagegen stimmte lediglich Oliver Schill (Die Grünen).Die Bärenseequerung und das Umfeld des Fünfknopfturms werden frühestens 2019 umgesetzt, es wurden aber Finanzmittel für Planungen, Baugrundgutachten usw. in Höhe von 100.000 beziehungsweise 90.000 Euro in 2018 bewilligt. Wie viel diese Projekte dann insgesamt kosten und ob sie umgesetzt werden, soll dann zu einem späteren Zeitpunkt anhand genauerer Planungen entschieden werden.

Der Radweg Friesenried mit Alter Steige soll erst Anfang der 2020er Jahre ausgebaut werden.

von Martina Staudinger

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