Sanierung abgeschlossen: Tag der offenen Tür beim Buchloer Kindergarten St. Antonia

Für eine unvergessliche Kindheit

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Der Kindergarten St. Antonia wird immer mit dem Namen der Buchloer Ehrenbürger Alexander Moksel und seiner Frau Antonia verbunden sein, war er doch ein Geschenk des Unternehmers an die Stadt. Moksels Töchter Alexandra Passolt, Silvia Adani und Evi Trucksäß hatten einen Platz in der ersten Reihe, hier mit Bürgermeister Josef Schweinberger.

Buchloe – Kind müsste man noch einmal sein. Das haben sicherlich so manche Erwachsene beim Tag der offenen Tür des Kindergartens St. Antonia an der Münchner Straße gedacht. Anlass für die Feierlichkeit war der Abschluss der Sanierungsarbeiten der inzwischen 25 Jahre alten Kindertagesstätte. Eine Million Euro hat die Stadt investiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Buchloes Kindergärten haben eine lange Tradition. Bürgermeister Josef Schweinberger ließ in seiner Festrede vor geladenen Gästen die Geschichte der Buchloer Kindergärten Revue passieren. Bereits im Jahre 1898 wurde die erste Kita gegründet. Sie nannte sich aber nicht Kita sondern trug den zeitgemäßen Titel „Kinderbewahranstalt“.

Wohl einmalig in der Bundesrepublik ist die Geschichte von St. Antonia, erzählte der Rathauschef. Bei einer Geburtstagsfeier vom damaligen Bürgermeister Gert Daisenberger habe der verstorbene Alexander Moksel und seine Ehefrau Antonia, heute Ehrenbürger der Stadt, gratuliert. Moksels unvergessenen Worte sind überliefert: „Meine liebe Frau und ich haben uns überlegt, was wir unserem Bürgermeister schenken könnten. Wir haben uns gedacht, schenken wir den Kindern von Buchloe einen neuen Kindergarten“. So kam es, dass der Kindergarten den Namen von Antonia Moksel trägt.

Für Josef Schweinberger war es deshalb eine besondere Ehre, die Töchter von Alexander und Antonia Moksel zu begrüßen. Evi Trucksäß, Alexandra Passolt und Silvia Adani erhielten dicke Blumensträuße. „Dieser Kindergarten ist ein bleibendes Zeichen der Großherzigkeit der Familie Moksel“, sagte der amtierende Bürgermeister. Es war ein Geburtstagsgeschenk im Wert von 3,5 Millionen DM.

Einen Dank richtete Schweinberger auch an den Freistaat, der die Sanierung mit Zuschüssen von über 300.000 Euro unterstützt habe. Ehrengast Stephan Stracke, MdB, sagte unserer Zeitung, St. Antonia sei ein Beispiel, wie der Freistaat Bayern mit viel Geld für die Kitas den Kleinsten die besten Bildungschancen eröffne. „Kinder sind unsere Zukunft.“

„Die Kinder sollen bei uns eine unvergessliche Kindheit erleben“ – diesen Anspruch erheben Kindergartenleiterin Alexandra Lesti-Tossa und Anna Trautwein an sich und ihr Team. Trautmann sagte, viele der anwesenden Eltern seien als Kinder selbst in diese Kita gegangen.

Die Kindertagesstätte St. Antonia war der dritte Kindergarten, der in Buchloe gebaut wurde. Im Rahmen der Generalsanierung, die Architekt Christoph Mayr entwickelt und durchgeführt hat, wurden auch die Außenanlagen neu gestaltet. Heute beherbergt die Kita drei Kindergartengruppen und eine Krippengruppe. Insgesamt sind knapp 80 Kinder angemeldet.

Den kirchlichen Segen für St. Antonia spendeten in einer Gemeinschaftsaktion Stadtpfarrer Reinhold Lappat und sein evangelischer Amtskollege Christian Fait. Die Kita war 24 Jahre lang unter der Betriebsträgerschaft der Katholischen Pfarrkirchstiftung „Maria Himmelfahrt“. Am 1. Mai 2016 wechselte die Trägerschaft zur Stadt Buchloe.

Während der Bauzeit zogen zwei Gruppen in die Container am Schrannenplatz, die beiden anderen Gruppen waren zu Gast bei den „Storchenkindern“ im Osten der Stadt.

Was wäre eine Tag der offenen Tür ohne Beteiligung der Kinder. Mit zwei Gesangsauftritten überzeugten die kleinen Menschen die Ehrengäste. Am Nachmittag beim Tag der offenen Tür gab es nicht nur ein Programm für die Erwachsenen. Der Zauberer „Magic Martin“ machte den Anfang. Die Kinder konnten sich schminken lassen, weihnachtliche Gestecke basteln und den spannenden Geschichten der Erzähler lauschen. Für die Erwachsenen gab es Kaffee und Kuchen.

Bürgermeister Josef Schweinberger versprach Alexandra Lesti-Tossa und Anna Trautwein, sie und das Team als Dankeschön zu einem gemeinsamen Essen einzuladen.

von Siegfried Spörer

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