Baubeginn heuer noch denkbar

Sanierung des Hirsch-Kellers in Kaufbeuren: Neben Gastronomie auch Museum und Minihotel geplant

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Der Hirsch-Keller liegt derzeit noch im Dornröschenschlaf. Jetzt will die Aktienbrauerei Kaufbeu­ren AG das Gasthaus sanieren und dessen Nutzungsmöglichkeiten ausbauen.

Kaufbeuren – Die Aktienbrauerei Kaufbeuren AG will den leerstehenden Hirsch-Keller am Südende der Altstadt sanieren. Das bestätigte uns Franc Hodnik, Vorstand der Aktiengesellschaft, auf Anfrage und spricht von einer „gesamtheitlichen Revitalisierung“. Das Konzept trägt den Namen „Haus of ABK“.

Pläne für eine Ertüchtigung des Hirsch-Kellers gibt es schon länger, eine Baugenehmigung der Stadt liegt hierzu bereits vor. Die Pläne des neuen Vorstandes gehen aber deutlich weiter und beziehen vor allem auch den hinteren Teil des Gebäudes mit ein. Zusätzlich zum gastronomischen Konzept sind demnach ein Brauereimuseum mit Shop, ein Gewölbekeller für Veranstaltungen und in den oberen Etagen ein „Boarding House“ geplant. Also eine Art Minihotel, wo Gäste nach einem Besuch des Hirsch-Kellers übernachten können.

Für Hodnik hat das Gebäude eine „besondere Bedeutung“. Es sei die Schnittstelle zwischen dem ehemaligen Gelände der Rosenbrauerei an der Hangkante und der Innenstadt. Wie berichtet, hatte die Aktienbrauerei AG Anfang 2018 einen Großteil des Brauereiareals auf dem Afraberg an einen Münchner Investor verkauft, der dort ein komplett neues Wohnviertel plant. Der Zugang zur Altstadt könnte dann über eine Art Schrägaufzug realisiert werden. Damit würde der Hirsch-Keller auch in den Fokus des Besucherstroms rücken. „Es wäre doch unschön, wenn sich der Hirsch-Keller dann in einem unsanierten Zustand präsentieren würde“, so Hodnik.

Bei den Plänen rund um den Hirsch-Keller strebt Hodnik eine enge Zusammenarbeit mit der Stadt an. Allerdings gestalte sich die Planung unter anderem durch den Denkmalschutz und die Brandschutzmaßnahmen schwierig, erklärte der Vorstand. Aktuell sind die Architekten damit beschäftigt, alles Notwendige für eine Bauvoranfrage bei der Stadt zu erstellen. Diese könnte Ende Juli bei der Stadt eingereicht werden. Wenn die Stadt das Projekt genehmigt, sei ein Baubeginn heuer noch denkbar. Mit einer Fertigstellung rechnet Hodnik für Anfang 2022. „Dann müsste aber alles reibungslos verlaufen“, so der Vorstand.

von Kai Lorenz

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