"Stadt ist in der Pflicht"

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Wände, auch in der Unterführung, von Sprayern verziert, sind ein Grund des Schreibens von Bernhard Pohl (MdL, FW) an die Deutsche Bahn.

Kaufbeuren – Kaufbeurens Bahnhof soll wieder ansehnlicher und sauberer werden. Das versprach die Deutsche Bahn in ihrer Antwort an den Kaufbeurer Landtagsabgeordneten Bernhard Pohl (Freie Wähler). Pohl hatte in einem Schreiben an die Bahn vor kurzem zahlreiche Mängel moniert.

Beispielsweise sei der Fahrradabstellraum dringend sanierungsbedürftig, da sämtliche Lichteinlässe im Deckenraum undicht sind, Moos angesetzt haben und nicht unerhebliche Wasseransammlungen auf dem Boden verursachen. Unterführungen, Toiletten/Toilettentüren und Buswartebereich seien durch Sprayer verunstaltet. Außerdem quelle laut Pohl oft der Müll aus den Abfalleimern und zahllose leere Flaschen „verzierten“ die Bahnsteige. 

Der Bahnhof Kaufbeuren befinde sich laut Schreiben Pohls an die Bahn „in einem optisch sehr unschönen Zustand – ein Missstand, der aber in einzelnen Bereichen relativ kostengünstig behoben werden kann“. Entsprechende Bilder davon legte der Politiker bei (siehe auch Fotos hier). 

Pohl regte an, Toiletteninnentüren, die nicht nur verschmutzt sind, sondern auch die Abschließbarkeit nicht gewährleisten, auszutauschen. Ferner sollten die Beschmutzungen auf den Seitenwänden der Unterführung entfernt beziehungsweise neu gestrichen, die Lichteinlässe im Fahrradabstellraum ausgetauscht und regelmäßig gereinigt werden. 

Die Bahn weist in ihrem Antwortschreiben allerdings darauf hin, dass für die Verbesserungsarbeiten nur teilweise die DB, teilweise aber auch die Stadt Kaufbeuren zuständig seien. Das Bahnhofsmanagement Augsburg werde daher kurzfristig ein Gespräch mit der Stadt vereinbaren, die Probleme thematisieren, um schnellstmöglich Verbesserungen zu erzielen. Bezüglich des Fahrradabstellraumes wird überprüft, mit welchen Kosten eine Sanierung des Daches verbunden ist. Toilettenanlagen und Buswartebereich seien der Stadt zuzuordnen, die Verantwortung für die Personenunterführung ist zweigeteilt. 

„Ich freue mich sehr, dass die Bahn auf mein Schreiben so schnell konstruktiv reagiert. Ich sehe hier aber nun auch die Stadt in der Pflicht, das Ihre dazuzutun, um das unschöne Bahnhofsumfeld deutlich zu verbessern“, so Pohl.

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