Abenteuerreise in die Karibik

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Petra Venturini (re.) mit ihrer beeindruckenden Tanzformation.

Kaufbeuren – Im Neugablonzer Faschingssaal der „Saskaler Armee“ empfing den aus der Kälte kommenden Faschingsgast am vergangenen Wochenende ein karibisches Wohlfühlklima.

So war es nicht verwunderlich, dass der vollbesetzte Saal den traditionellen Eröffnungseinmarsch der ruhmreichen „Saskaler Armee“ begeistert begleitete. Nach der Übernahme des Kommandos durch den Hauptmann des Regimentes Axel Vorbach und einigen militärischen Drillübungen wurde dieser mit einer bitteren Information konfrontiert. Dem Chefbarkeeper der Armee sei durch den Fall einer Kokosnuss auf seinen Kopf das Geheimrezept des vom Hauptmann sehr geschätzten Lebenselexier der „Saskaler Armee“ abhanden gekommen. Da das Originalrezept in der Karibik vermutet wurde, gab Hauptmann Axel Vorbach umgehend den Befehl, sofort in die Karibik aufzubrechen und das Rezept wieder nach Neugablonz zu holen!

Mit beschwingter Tanzmusik, gespielt von Max Kinker mit Band, begann für die Gäste die Reise in die Karibik. Unter den Faschingsfreudigen befand sich auch OB Stefan Bosse mit seiner Partnerin Katja Brauner. Als hawaiianischer Musikbarde Israel Kamakawiwo`ole war er unter den Gästen kaum zu erkennen.

Die Musik der ersten Tanzrunde war noch nicht verklungen, da schob sich schaukelnd ein „Bioholzfloß“ mit zwei schiffbrüchigen Saskalern in den Saal.

Durch die seit Tagen fehlende Versorgung mit Rejcherworscht und Aktienbier und dem nahen Ende vor Augen wollten sie der Welt noch ein Geheimnis offenbaren: „Was trägt der Gemejne unter seiner weißen langen Unterhose?“ Mit einem gewagten Männerstrip zu den Klängen von Joe Cockers „You can leave your hat on“ trieb der schiffbrüchige Gemejne alias Frida Zasche das Publikum zu einem wahren Begeisterungssturm.

Die von Petra Venturini choreografierte Tanzformation der Hupfdohlen, Teilen der Armee und einigen Südseepiraten zeigte ein mitreißendes, tänzerisches Degengefecht. Im Anschluss luden die Hupfdohlen das Publikum zu einer Line Dance-Tanzrunde ein.

Der in der Zwischenzeit auf einer Karibikinsel angekommene Saskaler Suchtrupp begann nun einem obskuren und geldgierigen Voodoopriester das Originalrezept des Lebenselexiers zu entlocken, was trotz größter Anstrengungen nicht gelang.

Weil das Lebenselexier in der Heimat nicht mehr verfügbar war, erging es dem Hauptmann der Armee von Tag zu Tag schlechter. Hoffnung keimte auf, als das Sonder-Einsatz-Saskaler-Spezialkommando „SESSK“ sechs Barkeeper inklusive umfangreicher alkoholischer Zutaten in den Saal brachte.

In einer fetzigen, rhythmischen und synchronen Shake-Session gelang es den Barkeepern tatsächlich die Originalmischung des „Hauptmanns Liebling“ zu finden.

Der durch den Genuss des Getränkes wiedererstarkte Hauptmann konnte nun auch im 105. Jahr des Bestehens der Armee dem Faschingsvolk stolz verkünden: „Dos wor wiedr a Sieg!"

von Jürgen Wischhöfer

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