"Schlaf 'ne Nacht drüber!"

Andreas Sauer ist derzeit kommissarischer Kampfrichterreferent in Bayern.

„Ich stecke noch in den Kinderschuhen“, macht Andreas Sauer vom TSV Westendorf keinen Hehl daraus, dass er sich für seine neue Aufgabe noch vertraut machen muss. Der 33-Jährige ist nach dem plötzlichen Rücktritt von Ladislav Tuma neuer Kampfrichterreferent in Bayern. Auch wenn er bis zum offiziellen Verbandstag des Bayerischen Ringer-Verbandes im Juli 2013 dieses Amt nur kommissarisch ausübt, ist er bereits voll bei der Sache.

Das Präsidium des BRV musste nicht lange Überzeugungsarbeit leisten. „Es war schon irgendwie eine Ehre für mich, als Antonio Silvestri (Kampfrichterreferent des Deutschen Ringer-Bundes, Anm. d. Red.) und Manfred Werner bei mir angefragt haben, ob ich das Amt übernehme“, erzählt Andreas Sauer, der erst einmal mit dem Familienrat tagte, um auch hier das Okay zu bekommen. DRB-Boss Manfred Werner sagte zu Sauer: „Schlaf’ ne Nacht drüber und sag uns am nächsten Tag bescheid“. Selbst Erich Stanglmaier, BRV-Präsident für Sport ist froh, diese so wichtige Personalie besetzt zu haben. „Andreas ist ein dynamischer, ehrgeiziger und engagierter Typ“, setzt er große Stücke in ihn. Seit dem Jahr 2000 besitzt Andreas Sauer die Bundeslizenz. Für den TSV Westendorf pfeift er schon fünf Jahre. „Ich wurde damals mit offenen Armen in Westendorf empfangen. Wir haben ein tolles Verhältnis“, gibt der begeisterte Hobbysportler hin und wieder als Abwechslung ein Zirkeltraining für die Westendorfer Ringer. Zu Hause ist der Berufssoldat in Burggen im Landkreis Weilheim-Schongau. Sport und die Familie stehen für ihn an erster Stelle. Zwischen drei und fünf Einheiten sind es schon in der Woche, die er für den Ausgleich braucht. Ein großes Pensum Vor seiner neuen Tätigkeit als Kampfrichterreferent in Bayern war der 33-Jährige zur Wettkampfzeit Wochenende für Wochenende in Deutschlands Ringerhallen unterwegs und leitete die verschiedenen Bundesliga-Kämpfe. Zusätzlich wartet auf ihn eine fördernde und zugleich fordernde Aufgabe im BRV. „Ob ich jetzt Funktionär bin oder nicht, die Kämpfe leite ich ja trotzdem weiter. Also muss ich ja hin und wieder den Samstag opfern“. Für ihn sei es keine wirkliche Doppelbelastung, schließlich müsse er auch hin und wieder von der Bundeswehr aus zu Lehrgängen reisen. „Auch Antonio Silvestri, der wirklich viel unterwegs ist, schafft das auch“. Dass er als Funktionär nun weitaus mehr Aufgaben zu bewerkstelligen hat, sieht Sauer auch als gewisse Herausforderung an. „Ich kenne jetzt auch nicht Gott und die Welt. Das ist jetzt mit einem Jahr nicht passiert“, will er dieses Amt über den kommenden Verbandstag hinaus für offizielle vier Jahre, also bis 2017 erst einmal ausführen. Dabei hat er schon die eine oder andere Idee bzw. Veränderung in der Tasche. „Als erstes müssen wir in unserem Bezirk in Schwaben anfangen. Wir haben hier zu wenig Kampfrichter. Ziel ist es, dass wir die Anzahl der Kampfrichter in Bayern insgesamt nach oben schrauben“, hofft er auf eine bessere Vernetzung und Zusammenarbeit mit allen Kampfrichtern und Kampfrichterreferenten der jeweiligen Bezirke in Bayern.

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