Ein Schmuckkästchen im Herzen der Stad

Den Grundstein legten symbolisch (v. links) Architekt Marcus Lembach, Hans-Georg Kugler, Bernd Kuhn und Jürgen Kraus vom Freundeskreis Stadtmuseum sowie Bauleiter Matthias Paul und Astrid Pellengahr (Museumsleiterin) sowie der 2. Vorsitzende des Freundeskreises Herwig Meese. Foto: Frisch

Ein Schmuckkästchen soll es werden und „die gute Stube der Stadt“ – so sieht Architekt Marcus Lembach vom Architekturbüro Heinisch Lembach/Huber aus Stuttgart die Zukunft des Kaufbeurer Stadtmuseums. Der beeindruckende Zementsee auf der Baustelle gehört nun der Vergangenheit an. Bagger und Kran werden jetzt das Baustellengeschehen beherrschen. Neben der Restaurierung der Originalfassade wird es auch einen neuen, moderneren Bauteil auf dem Gelände der ehemaligen Hausnummer 10 des Kaisergäss- chens geben, bei dem Elemente des ursprünglichen Gebäudes mit einfließen.

Am vergangenen Sonntag wurde dafür im Rahmen eines Museumsfestes der symbolische Grundstein gelegt. Oberbürgermeister Bosse war vor Ort wie auch Museumsleiterin Astrid Pellengahr und Vertreter des Kaufbeurer Kulturvereins und des Freundeskreises Stadtmuseum. Versenkt wurde als „Glücksbringer“ eine Hülse, die unter anderem Zeitungen des aktuellen Tages, ein Protokoll der Gründungssitzung und eine Abschrift der Museumsvereins-Geschichte enthält. Dessen Vorsitzender Bernd Kuhn hofft, dass die Unterstützung der Bürger für das Projekt weiter anhält. 350000 Euro an Spenden für die Innenausstattung sind bereits zusammengekommen, weitere 150000 sollen noch gesammelt werden. „Heute ist wirklich ein Freudentag, denn nach langen Diskussionen, wo der Standort des Museums in Zukunft sein soll, ist heute ein großer Schritt geschafft“, erklärte Kuhn. 2012 wird voraussichtlich die Eröffnung stattfinden. Entstehen soll laut Museumsleiterin Astrid Pellengahr „ein offener Ort, der eine Rolle im öffentlichen Leben spielen soll“. So könne man sich durchaus vorstellen, neben den regulären Ausstellungen auch Veranstaltungen wie Autorenlesungen dort stattfinden zu lassen. Eine besondere Attraktion gab es schon am Sonntag für die Kinder: beim benachbarten Geschäft „Rappelkiste“ konnten sie in einer Mini-Baugrube nach Schätzen graben, die natürlich behalten werden durften. Auch bei den „echten“ Bauarbeiten am Museum sind schon einige interessante Fundstücke zutage gekommen: Münzen , Scherben und sogar eine original verpackte Kiste mit Toilettenpapier von 1900, das laut Aufschrift damals noch beim Buchhändler gekauft wurde.

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