Unfallserie wegen Wintereinbruch

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Zwei Autos landeten auf der B12 nach einem Auffahrunfall am Freitag im Straßengraben.

Kaufbeuren/Ostallgäu – Der Wintereinbruch am Wochenende hat zu zahlreichen Verkehrsunfällen im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West geführt. Die schwersten Unfälle ereigneten sich bereits am Freitagvormittag auf der B12, als es nach einem Lkw-Unfall in Höhe Germaringen zu Auffahrunfällen kam. Dabei wurden zwei Personen schwer verletzt. Über das Wochenende hielt die Unfallserie weiter an.

Im Dienstbereich der Polizeiinspektion Marktoberdorf kam es am Freitag und in der Nacht auf den Samstag zu insgesamt acht Verkehrsunfällen. Hierbei wurde eine Person leicht verletzt. Der entstandene Sachschaden an den beteiligten Fahrzeugen beläuft sich laut Polizeiangaben insgesamt auf etwa 30.000 Euro. Die häufigste Ursache für die Unfälle sei die nicht angepasste Geschwindigkeit der Unfallverursacher an die Wetter- beziehungsweise Straßenverhältnisse. Allein auf der B12 zwischen Unterthingau und Kraftisried kam es aufgrund schneebedeckter und glatter Fahrbahn zu zwei Unfällen.

Der Wintereinbruch führte auch in und um den Zuständigkeitsbereich der PI Kaufbeu­ren allein am Freitag zu zwölf Verkehrsunfällen. Nach den Unfällen am Morgen auf der B12 erkannte ein 24-jähriger Kauferinger um 13 Uhr die unfallbedingten Verkehrsbehinderungen zu spät und rutschte gegen den Wildschutzzaun am linken Fahrbahnrand. Um 16.20 Uhr rutsche ein 36-jähriger Duracher ebenfalls in die Leitplanke.

Gegen 10.30 Uhr kam es auf schneeglatter Fahrbahn der Staatsstraße 2012 zu einem Unfall eines 20-jährigen Oberstdorfers. Er kam laut Polizei zwischen Obergünzburg und Ronsberg von der Fahrbahn ab und prallte gegen Bäume und Büsche. Verletzt wurde er durch den Verkehrsunfall nicht. Das Fahrzeug war nach dem Unfall ein Totalschaden. Die Gesamtschadenshöhe beträgt circa 16.000 Euro.

Um 14.30 Uhr fuhr ein 26-jähriger Pforzener auf der B16 bei Pforzen in eine Schneeverwehung, überschlug sich und kam links der Fahrbahn zum Liegen. Bis auf den LKW-Fahrer und einer Ostallgäuerin, die nach dessen Unfall in einen Auffahrunfall verwickelt war, blieben alle Unfallbeteiligten un- oder nur leicht verletzt. Die Sachschäden hingegen dürften laut Polizei für alle Unfälle im fünf- bis sechsstelligen Bereich liegen.

Zwischen Freitagvormittag und Samstagnacht ereigneten sich im Dienstbereich der PI Buchloe insgesamt fünf Unfälle bei Schnee- und Eisglätte. Dabei kam es mit einer Ausnahme lediglich zu Blechschäden, die Höhe des entstandenen Gesamtsachschadens beträgt circa 30.000 Euro.

Samstag

Am Samstag kamen zwei weitere Verkehrsunfälle wegen schneeglatter Straßen zur Unfallserie hinzu. Gegen 17.30 Uhr ereignete sich im Kreuzungsbereich Innere Buchleuthenstraße/Äußere Buchleuthenstraße in Kaufbeuren ein Verkehrsunfall. Ein Pkw, welcher aus Richtung der Kaserne gefahren kam, könnte weitere Angaben zum Unfallhergang machen. Dieser Autofahrer fuhr jedoch weiter, ohne seine Personalien anzugeben. Hinweise bitte an die Polizei Kaufbeuren unter Tel. 08341/9330.

Am Samstagabend geriet ein 24-jähriger Pkw-Fahrer auf der B16 nördlich von Biessenhofen in einer Kurve ins Schleudern, überfuhr einen Leitpfosten und rutschte in ein angrenzendes Feld. Der junge Mann war laut Polizei zu schnell unterwegs.

Sonntag

Ein Verkehrsunfall mit Sachschaden ereignete sich bei winterlichen Straßenverhältnissen am Sonntagnachmittag in der Peter-Dörfler-Straße in Marktoberdorf. Wie die Polizei berichtet, geriet ein 27-jähriger Pkw-Fahrer aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit mit seinem Fahrzeug ins Rutschen und stieß dabei gegen ein geparktes Auto. Dessen vorderes linkes Fahrzeug­eck wurde dabei beschädigt. Der entstandene Sachschaden beträgt laut Polizei rund 2000 Euro.

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