Schneller als geplant: Erfolgreicher Abschluss der Straßenbauarbeiten im Pforzener Ortsteil Irpisdorf

Gelungene Aufwertung des Ortsbildes

+
Die neue Ortsstraße.

Pforzen – „Im Gemeindegebiet von Pforzen tut sich was“, so Landrätin Maria Rita Zinnecker anlässlich der offiziellen Übergabe der abgeschlossenen Baumaßnahmen im Pforzener Ortsteil Irpisdorf. Schneller als geplant konnten die Bauarbeiten vergangenen Woche abgeschlossen werden.

Der Baufirma Xaver Schmid und dem Ingenieurbüro Mühlegg & Weiskopf galt deshalb besondere Anerkennung. Prominenter Besuch hatte sich zu diesem Ereignis im kleinsten Ortsteil der Gemeinde Pforzen eingefunden. Neben der Ostallgäuer Landrätin konnte Bürgermeister Herbert Hofer auch noch Staatssekretär Franz Josef Pschierer (CSU), den Präsidenten des Amts für Ländliche Entwicklung in Schwaben Johannes Huber, sowie Vertreter der beteiligten Firmen neben zahlreichen Einwohnern von Irpisdorf begrüßen.

Seit dem Anschluss an die Wasserversorgung 1899 hätten sich kaum nennenswerte Dinge in Irpisdorf ereignet. „Und jetzt ist wieder einmal ein Anschluss der Auslöser dafür, dass über Irpisdorf mit seinen insgesamt 60 Einwohnern zu berichten ist“, erklärte Pforzens Gemeindeoberhaupt in seiner Begrüßungsrede. Wegen des schlechten Straßenzustands habe man dank Fördermitteln aus dem sogenannten „ELER-Programm“ für den Bereich „Dorferneuerung und kleine Infrastrukturen“ die straßentechnische Neugestaltung und Aufwertung des Ortsbildes durchführen können.

An die 250.000 Euro an Fördermitteln aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER) erhielt die Gemeinde Pforzen für dieses Projekt. Wie Europaabgeordneter Markus Ferber (CSU) in einer Videobotschaft sagte, habe die Gemeinde dies in erster Linie seinem Bürgermeister zu verdanken, der äußerst schnell seinen Antrag für die notwendigen Finanzmittel eingereicht habe. Und so könne Pforzen stolz darauf sein, mit dem Projekt in Irpisdorf bereits in der ersten Auswahlrunde erfolgreich gewesen zu sein. Nur neun Gemeinden aus Schwaben hätten dies geschafft. Rund 83 Prozent dieser Fördermittel stammen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfond. Ergänzt wurde das Ganze durch weitere Zuwendungen des Freistaates Bayern und durch freiwillige Beiträge der Einwohner von Irpisdorf.

Im optisch aufgewerteten Ortskern von Irpisdorf – mit „Alter Käsküche“ und Kapelle – wurde die offizielle Übergabe der abgeschlossenen Baumaßnahmen unter Beteiligung zahlreicher Ehrengäste gebührend gefeiert: Bürgermeister Herbert Hofer (v. li.), Landrätin Maria Rita Zinnecker, Staatssekretär Franz Josef Pschierer, Dipl.-Ing. Richard Weiskopf und Präsident Johann Huber vom Amt für Ländliche Entwicklung in Schwaben.

Johann Huber, Präsident und Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung in Schwaben, dessen Behörde für die Antragsstellung und Bewilligung zuständig war, wies in seiner Rede darauf hin, dass im Landkreis Ostallgäu die ländliche Entwicklung stets im Vordergrund stehe und es wichtig gewesen sei, das Ortsbild von Irpisdorf aufzuwerten. Landrätin Zinnecker und Staatssekretär Pschierer beglückwünschten die Irpisdorfer für die gelungene Baumaßnahme. Wie Pschierer erklärte, freue er sich, dass in Pforzen zur Zeit einiges in Bewegung sei. Im Besonderen die Umgehung Pforzens mit der Aufnahme in den Verkehrswegeplan. Die entsprechenden Mittel stünden bereit. Er trete stets dafür ein, das Ostallgäu mit seiner oftmals noch unverfälschten Natur und den dazu gehörenden Dörfern zu erhalten. Irpisdorf sei obendrein ein gelungenes Beispiel für eine funktionierende Europapolitik. Schließlich wurde dieses Projekt mit 83 Prozent aus europäischen Mitteln finanziert. Somit zahle man nicht nur in „Europäische Kassen“ ein. Es fließe auch aus den „Brüsseler Töpfen“ wieder einiges an Geld nach Bayern zurück.

Nach einem kurzen Rundgang konnten sich die Gäste ein Bild über den neuen Zustand der Ortsstraßen und der gelungenen Aufwertung des Ortsbildes machen. So wurde die Ortsstraße auf einer Gesamtlänge von 352 Meter überwiegend in einer Breite von 5,50 Metern ausgebaut. Im Zuge dieses Projektes konnte auch die Zufahrtsstraße von der B16 nach Irpisdorf in den Außenbereich des Ortes verlegt werden. Bisher konnte der Ortsteil nur über eine Privatstraße und durch ein landwirtschaftliches Anwesen erreicht werden. Durch diese Straßenverlegung wurde auch der eigentliche Ortskern, im Bereich der „alten Käsküche“ und Kapelle durch eine Pflasterfläche optisch aufgewertet. Eine rundum gelungene Baumaßnahme, was bei einer anschließenden Brotzeit gebührend gefeiert wurde.

von Klaus-Dieter Körber

Auch interessant

Meistgelesen

Video
Parkettböden - Wohngefühl und Lebensqualität
Parkettböden - Wohngefühl und Lebensqualität
Einschränkung für Bahnfahrer
Einschränkung für Bahnfahrer
Heimat für begrenzte Zeit
Heimat für begrenzte Zeit
Kaufbeurer Altstadt in schönem Licht
Kaufbeurer Altstadt in schönem Licht

Kommentare