Mit Hefeteig und Baumharz zum Erfolg

Schülerinnen des Marien-Gymnasiums erfolgreich beim bundesweiten Wettbewerb

Jugend forscht Marien-Gymnasium
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Die beiden Schülerinnen des Marien-Gymnasiums, Yuhan Ye und Hanna Geiger, konnten beim „Jugend forscht/Schüler experimentieren“-Wettbewerb überzeugen.

Kaufbeuren – Gleich mit zwei ersten Plätzen setzte das Marien-Gymnasium Kaufbeuren die nun schon recht lange Reihe der Erfolge beim bundesweiten Wettbewerb „Jugend forscht/Schüler experimentieren“ fort. Coronabedingt konnte der Regionalentscheid für das Voralpenland dieses Jahr nur virtuell ausgetragen werden. Schulschließungen und Lockdown machten zudem die Forschungsarbeiten der Nachwuchswissenschaftler nicht gerade einfacher. Widrigen Umständen trotzen, nicht aufgeben und sich in ein Thema „verbeißen“ zeichnet jedoch erfolgreiche Forscher aus. Und genau dies gelang den fünf Mädchen des Kaufbeurer Marien-Gymnasiums.

In der Sparte „Schüler experimentieren“ für die jüngeren Teilnehmer gewann Hanna Geiger aus der 7. Klasse im Fachbereich Biologie mit ihrem Projekt „Da geht was – Kohlenstoffdioxid im Hefeteig“. Wochenlange Gärversuche bei unterschiedlichen Temperaturen und mit verschiedenen Rohstoffen und eine gelungene Dokumentation haben die Jury überzeugt. Hanna nimmt damit am 16. April am Landeswettbewerb teil, dieses Jahr leider auch wieder nur online.

Bereits im vergangenen Jahr stellte Yuhan Ye, die die 10. Klasse des Marien-Gymnasiums besucht, ihren aus Baumharzen hergestellten Kleber vor. Nach einem zweiten Platz wurden die Forschungsarbeiten noch einmal intensiviert, andere Harze ausprobiert und weitere Fragestellungen einbezogen. Mit Erfolg: Der erste Platz im Fach Chemie ist für die 16-jährige Gymnasiastin die Eintrittskarte zum Landeswettbewerb vom 24. bis 26. März. Sie erhielt zudem den Sonderpreis Nachwachsende Rohstoffe.

Neben diesen beiden erstplatzierten Projekten gab es weitere sehr gute Ergebnisse für das Marien-Gymnasium: Anna Achatz und Miriam Stiller, beide in der 10. Klasse, wollten herausfinden, ob die derzeit unumgänglichen Mund-Nase-Bedeckungen den Sauerstoffgehalt des Blutes und die Keimbelastung der Atemwege verändern. Dies vor allem, wenn sie sehr lange getragen werden müssen. Mit zwei Sonderpreisen und einem dritten Platz im Fachbereich Biologie würdigte die Jury die enorm aufwändige und detaillierte Arbeit der beiden Schülerinnen.

Ebenfalls zwei Sonderpreise konnte Claudia Achatz mit nach Hause nehmen. Sie hatte untersucht, ob die häufig ungeliebten Spinnen und ihre Netze im Haus die Stechmücken-Population im Sommer reduzieren können. Natürlicher Mückenschutz ohne Einsatz von Pestiziden – eine pfiffige Idee, fand die Jury.

Nun laufen bereits die intensiven Vorbereitungen auf die beiden Landeswettbewerbe und auch für die übrigen Teilnehmerinnen gilt: Nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb. Im Wahlunterricht „Jugend forscht“ des Marien-Gymnasiums erhalten die Schülerinnen alles, was sie für eine erfolgreiche Teilnahme an diesem Wettbewerb brauchen. Vom Ideen-Input bis zu speziellen Geräten oder Chemikalien stellt die Schule nach Möglichkeit alles zur Verfügung. Dass die meisten Mädchen bereits ab der 6. Klasse und ohne Unterbrechung dabei sind zeigt, dass diese Art des Forschens und Experimentierens auch viel Spaß macht.

kb

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