Kategorie Förderschule

Schülerzeitung „Sonnenklar“ der Ludwig-Reinhard-Schule Kaufbeuren ist deutschlandweit die Beste

Schüler und Lehrer der Ludwig-Reinhard-Schule erster Platz Schülerzeitung
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Lehrerin Ulrike Brzoska (v. li.), Schülerin Daniela di Simone, Lehrerin und Redaktionsleiterin Barbara Link, Schüler Marcel Hauke, Lehrerin Dorothee Kelp, Schülerin Leonie Hauptig, Schulleiter Bernhard Neurohr und Lehrer Markus Beykirch freuen sich über den bundesweit ersten Platz. Dazu haben die abgebildeten Schüler durch ihr Interview mit dem früheren Schulleiter Hansjörg Heim beigetragen.
  • Martina Staudinger
    vonMartina Staudinger
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Kaufbeuren – Beim Schülerzeitungswettbewerb der Länder werden jedes Jahr bundesweit Schülerzeitungsredaktionen für herausragende Leistungen prämiert. Deutschlandweit belegte die Schülerzeitung „Sonnenklar“ der Ludwig-Reinhard-Schule Kaufbeu­ren (LRS) den ersten Platz in der Kategorie Förderschulen. 13 weitere bayerische Schülerzeitungen schafften ebenfalls den Sprung aufs Podest.

Zuvor hatte die LRS mit ihrer prämierten Schülerzeitungsausgabe des Schuljahres 2019/20 auch den Blattmacher-Wettbewerb von Süddeutscher Zeitung und bayerischem Kultusministerium gewonnen. Förderschullehrerin Barbara Link, die die Redaktion der Schülerzeitung seit dem Schuljahr 2018/19 leitet, ist sehr stolz auf die Gemeinschaftsleistung aller Schüler, Lehrer und Klassen. Denn die ganze Schule ist am Entstehen der Zeitung beteiligt. Ein Team aus Lehrern legt den redaktionellen Rahmen für die Ausgabe fest. Im Anschluss verfasst jeder Kollege mit seiner Klasse einen Artikel. Die älteren Schüler schreiben selbst an den Texten und führen beispielsweise Interviews. Die ausgezeichnete Ausgabe befasste sich hauptsächlich mit Umweltthemen und konkreten klasseninternen Projekten dazu, sowie dem Abschied des früheren Schulleiters Hansjörg Heim. Auch ein Malwettbewerb ist neben Rätseln und weiteren Mitmach-Inhalten Bestandteil der Schülerzeitung.

All das überzeugte die aus Journalisten, Schülern und Lehrkräften verschiedener Schularten sowie Vertretern der Jugendpresse Deutschland e.V., der obersten Schulbehörden der Länder und der Förderer bestehende Jury, die coronabedingt online tagte. Die ausgezeichneten Jungredakteure hatten souverän unter Beweis gestellt, dass sie das breite Aufgabenspektrum und Anforderungsprofil einer Schülerzeitung bestens beherrschen, bewertete die Jury. Der gesamte Arbeitsprozess rund um die Erstellung einer Schülerzeitung erfordere nicht nur journalistische Fähigkeiten, sondern auch digitale Kompetenzen, Organisationstalent und Teamgeist. Über die Auszeichnung, den bisher größten Erfolg der „Sonnenklar“, „freuen wir uns schon super arg“, so Barbara Link, die in der Grundschulstufe Deutsch, Mathematik und Sachunterricht vermittelt.

Das Titelblatt haben die Schüler der 9a gestaltet. Sie setzten sich intensiv mit dem Thema „Verschmutzung der Meere“ auseinander. Mit ihrer Gemeinschaftsarbeit, der Müll-Collage „School Surfer“ wollen sie auf den vielen Plastikmüll im Meer aufmerksam machen. Als Vorbild diente „Surfsession“ des zeitgenössischen Künstlers Phillip Morrison aus Irland.

Die Preisträger im Printbereich erhalten für den ersten Platz 1000 Euro, für den zweiten Platz gibt es 500 Euro und für den dritten 250 Euro. Der Onlinepreis ist mit 1000 Euro dotiert. „Unser Wunsch wäre, mit dem Preisgeld ein neues Computerprogramm zum Setzen anzuschaffen.“ Sollte noch etwas übrig bleiben, soll die Restsumme in einen Redaktions-Laptop fließen – und „zusammen den ersten Platz feiern möchten wir natürlich auch, wenn die Situation dies wieder zulässt“, erzählt die Lehrerin.

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo gratulierte den Schülern zum erfolgreichen Abschneiden: „Der Erfolg zeigt nicht nur das große Engagement und Talent unserer jungen Nachwuchsredakteure. Er spricht auch für das reichhaltige Angebot von außerunterrichtlichen Aktivitäten an unseren Schulen. Ich bin beeindruckt, wie vielfältig und kreativ die Siegerbeiträge sind. Das hohe Niveau und die professionelle Aufmachung der Schülerzeitungen verdienen höchste Anerkennung!“ Schülerzeitungen bereicherten immer das Schulleben. „Sie informieren, unterhalten und tragen zur Meinungsbildung an der Schule bei. Bei der redaktionellen Arbeit lernen die Schülerinnen und Schüler als Team zusammenzuarbeiten, Informationen fundiert zu recherchieren und adressatengerecht aufzubereiten“, unterstrich Piazolo.

Beim bundesweiten Wettbewerb wurden je drei Preise in den Kategorien Grundschule, Förderschule, Hauptschule, Realschule, Gymnasium und berufliche Schulen sowie Sonderpreise und eine Auszeichnung vergeben. Pro Schulartkategorie wurde zudem die jeweils beste Online-Schülerzeitung ausgezeichnet.

von Martina Staudinger/kb

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