Weiterführende Schulen erwarten Rückgang der Schülerzahlen

Unterschiedliche Prognosen

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Die Josef-Landes-Schule bekommt von Jahr zu Jahr mehr Schüler.

Kaufbeuren – Auf den allgemeinen demographischen Rückgang zurückzuführen sind auch die zu beobachtenden Schülerzahlen in Kaufbeuren. Bei der jüngsten Sitzung des Schul-, Kultur- und Sportausschusses stellte Schulabteilungsleiter Wolfgang Höbel Prognosen für die verschiedenen Schularten in den kommenden Jahren vor und verglich sie mit Zahlen aus den vergangenen sieben Jahren.

Bei den Grundschülern sei laut Wolfgang Höbel insgesamt nur ein „mäßiger Rückgang“ bis zum Schuljahr 2019/20 zu erwarten. Die Prognose schwanke aber von Schule zu Schule, so werde die Konradin Grundschule im kommenden Jahr zunächst einen leichten Anstieg an Schülern erfahren und danach erst einen Rückgang. Bei der Adalbert-Stifter-Schule stelle sich in den nächsten Jahren ein stetiger Aufwärtstrend ein von derzeit 269 Schülern auf 307 im Schuljahr 2018/19. Bei den übrigen Grundschulen stelle sich eine relativ gleichbleibende bis rückgängige Schülerzahl ein, so Höbel. 

Im Bereich des Mittelschulverbunds prognostizieren Erfahrungswerte und Einschätzungen der Schulen etwas steigende Schülerzahlen von 715 in diesem Schuljahr auf 785 in 2019/20, verteilt auf die drei Mittelschulen. Der Schulabteilungsleiter hält diese Zahlen jedoch für „etwas zu positiv dargestellt“. 

Während man bei den Förderzentren bayernweit von einer Abnahme der Schülerzahlen ausging, stellt sich die Situation in Kaufbeuren derzeit anders dar. Bei der Josef-Landes-Schule ist eine Schülerzahlzunahme entgegen der bayernweiten Tendenz zu beobachten. Ein Rückgang stellte sich hingegen bei der Ludwig-Reinhard-Schule ein, was auf die Inklusion in Regelschulen zurückzuführen sei. Prognosezahlen konnte Höbel dem Ausschuss für diesen Schultyp allerdings nicht vorlegen. 

Die Gymnasien und Realschulen rechnen in den kommenden Jahren mit einem „erheblichen Rückgang“ der Schülerzahlen, wie Höbel anhand des Jakob-Brucker-Gymnasiums und der Sophie-la-Roche-Realschule graphisch darstellte. Dies sei beim Gymnasium vor allem dem G8 geschuldet und seit dessen Einführung zu beobachten. Dem von Helga Ilgenfritz (SPD) vermutete Zusammenhang mit der Eröffnung des Buchloer Gymnasiums widersprach dessen Schulleiter Alexius Batzer (KI). Seiner Aussage zufolge würden lediglich fünf Kaufbeurer Kinder diese Schule besuchen. Für die Marienschulen gebe es noch keine verlässlichen Prognosezahlen, bis dato seien die Schülerinnenzahlen dort jedoch relativ konstant. 

Auch für die FOS/BOS und die Berufs(fach)schulen gibt es keine Zahlenwerte für die Zukunft. Bei letzteren Schularten seien die Schülerzahlen in den letzten Jahren stabil geblieben, wenngleich ein Rückgang in den Sparten Verkäufer/Metzger zu verzeichnen sei, berichtete Höbel. Die Abnahme der vergangenen Schuljahre bei der FOS und BOS sei ein „A-typischer Verlauf“, der eine bayernweite Tendenz widerspiegle. Ob dies speziell in Kaufbeurern aber dem Umbau geschuldet sei, könne der Experte nicht mit Sicherheit feststellen.

von Martina Staudinger

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