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Sport in der Schelmenhofstraße

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Am Dienstag fand die Einführungsveranstaltung der Schraderschule für die Erstklässler im Matthias-Lauber-Haus statt.

Kaufbeuren – Den Schritt in einen neuen Lebensabschnitt machten am vergangenen Dienstag viele hundert Erstklässler in Kaufbeuren. Auch die Kinder, die ihr erstes Schuljahr in der Schraderschule beginnen, folgten in Begleitung ihrer Eltern und mit ihren Schultüten der Begrüßung durch Rektor Michael Zettler. Allerdings nicht wie sonst in der Schrader-Turnhalle, sondern im nahen Matthias-Lauber-Haus.

Denn die Turnhalle ist derzeit noch mit Flüchtlingen belegt. Welche Maßnahmen die Schule durchführt, um den Sportunterricht trotzdem stattfinden zu lassen, erklärt Zettler gegenüber dem Kreisbote: „Den Sportunterricht machen wir an der Schelmenhofstraße. Das heißt, dass die Kinder mit Bussen hin- und hergefahren werden. Wie lange die Turnhalle noch belegt ist, wissen wir im Moment noch nicht. Aber wir sorgen dafür, die Anzahl der Sportstunden auf dem gleichen Niveau wie sonst zu halten. Das ist natürlich ein gewisser Aufwand, klappt aber denke ich gut“. 

Laut Markus Pferner vom Finanz-, Sozial- und Schulreferat der Stadt Kaufbeuren gilt dies auch für die Kinder der Josef-Landes-Schule, die sonst auch in der Schrader-Turnhalle Sportunterricht haben. „Es wird noch ein Infoblatt für alle Eltern geben, in dem wir über die Maßnahmen detailliert berichten“, so Pferner. 

Wie lange die Schraderturnhalle noch belegt ist, kann auch er derzeit nicht sagen. Die dortigen Flüchtlinge werden jeweils auf andere Unterkünfte verteilt und machen so Platz für weitere Neuankömmlinge. „Der Notfallplan der Regierung von Schwaben besteht momentan jedenfalls unverändert fort“, sagte Pferner. Aktuell müsse die Stadt rund zehn Personen wöchentlich in eigenen Unterkünften unterbringen, die weitere Entwicklung sei noch nicht genau abzusehen. 

Heuer sind in Kaufbeuren insgesamt 333 Kinder in 14 Klassen eingeschult worden. 20 davon sind Kinder von Asylbewerbern. Weil sie die Sprache noch nicht so gut beherrschen, bekommen sie eine besondere Förderung in diesem Bereich. 

Eva Severa-Saile, Leiterin des Schulamts für das Ostallgäu und Kaufbeuren, beschreibt, wie: „Die Neuankömmlinge werden genauso wie die Kaufbeurer Kinder je nach Sprengel auf die örtlichen Schulen verteilt. Dort gibt es wegen der vergleichsweise geringen Anzahl der Asylbewerber-Kinder keine Sonderklassen, sondern diese besuchen den normalen Unterricht”. 

Für die Sprachförderung gehen die Teilnehmer aus dem Klassenverband stundenweise in altersmäßig gemischte Unterrichtsstunden für Deutsch. „Das ist für uns die beste Lösung, weil so einfach mehr Austausch und Integration mit den einheimischen Kindern stattfindet“, erklärte die Schulamtsleiterin Severa-Saile.

von Michaela Frisch

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