Generalsanierung im Zeit- und Kostenrahmen abgeschlossen

Festakt für sanierte Grundschule

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In zweijähriger Bauzeit wurde die Grund- und Mittelschule Obergünzburg von Grund auf saniert und bietet nun in hellen, lichtdurchfluteten Räumen mit zeitgemäßer Technik beste Unterrichtsmöglichkeiten für die Schüler.

Obergünzburg – In einem Festakt in der neuen Aula der Grund- und Mittelschule Obergünzburg feierten vergangenen Woche die Schulverbandsgemeinden Obergünzburg, Günzach, Untrasried und Ronsberg den Abschluss der Grundsanierung des Schulgebäudes und der Schwimmhalle.

„Wir haben von Anfang an die gesamte Schulfamilie bei dem Projekt mitgenommen, mit der gebotenen Konsequenz“, begründete Erster Bürgermeister Lars Leveringhaus den reibungsarmen Verlauf in seiner Grußrede. Es sei für ihn eindrucksvoll gewesen, wie bei Lehrern und Schülern die Maßnahme konstruktiv aufgenommen wurde, ebenso unterstützt von der Elternvertretung. Bei der Sanierung der Schwimmhalle hatte man lange überlegt, sich dann aber entschieden, dass man das Hallenbad für die Schüler der zwei Schulen brauche. Abschließend resümierte er: „Die Tage der Zweifel sind längst vorbei. Unser Auftrag ist erfüllt: Zukunft gestalten“.

Wieder Ruhe und Normalität

Besonders schwer hatte es der neue Schulleiter Bernhard Meyer, der zwar lange an der Schule, sich aber in die neue Aufgabe der Schulleitung einarbeiten musste und parallel mit den organisatorischen Schwierigkeiten der Sanierung umgehen musste. Hier konnte die Nachbarschaft zur nebenan liegenden Realschule positiv genutzt werden, indem dort Fachräume belegt wurden. Bei der geplanten Sanierung der Realschule wolle man sich revanchieren, versprach Meyer. Veränderungen im schulischen Ablauf machten auch Umbauten für die Mittags- und Ganztagesbetreuung in der Aula notwendig. Meyer dankte den beteiligten Planern und Architekten, dass der Bauzeitenplan an die schulischen Gegebenheiten angepasst werden konnte. So waren während Prüfungszeiten die Arbeiten komplett eingestellt worden. „Ich freue mich, dass jetzt wieder Ruhe und Normalität im Schulgebäude einzieht“, sagte Meyer zufrieden.

Bernhard Meyer, erst seit Kurzem im Amt als Schulleiter, freut sich, „dass jetzt wieder Ruhe und Normalität im Schulgebäude einziehen“.

Zur musikalischen Untermalung des Festaktes steuerten ein Kinderchor und ein Lehrerinnen- und Lehrerchor umgedichtete Hits zum Ende der Bauarbeiten bei, bei der Schulband „Hillrockers“ klatschten die anwesenden Gäste zu rockigen Keyboard- und elektrischen Gitarrensounds.

Architekt Jochen Schurr von „m2s“ stellte in einigen Bildern vor, wie durch vorbereitete Holzmodulbauweise die 1.500 Quadratmeter Fassade in vier Wochen in den Sommerferien 2015 ersetzt werden konnte. In den Klassenzimmern sei nun alles Wichtige in der abgehängten Decke untergebracht, abschließende Luftdichtheitsprüfungen sichern gesunde Klassenzimmer. Die Schulküche und der Physikraum seien nun auf neuestem Stand und das Lehrerzimmer habe jetzt sogar einen separaten Silentiumraum für ungestörtes Arbeiten. Der umgestaltete Eingang der Schule führe nun nicht mehr direkt gerade auf die Straße, sondern in Richtung Pausenhof.

Robert Rieger vom Planungsbüro Meixner erinnerte an die erste Projektbesprechung an einem Dezembervormittag. Inzwischen seien 92 Projektbesprechungen von jeweils drei bis vier Stunden abgehalten worden und fast immer waren alle vier Bürgermeister dabei. Stolz zeigte er einen Generalablaufplan vom April 2012, auf dem damals schon der Übergabetermin zum 14. Dezember 2017 eingetragen war. Dazwischen waren 41 Vergabeverfahren und 70 beteiligte Firmen zu koordinieren.

Landtagsabgeordnete Angelika Schorer (CSU) brachte Grüße im Namen der Bayerischen Staatsregierung. Das Geld der Bürger werde richtig eingesetzt, denn „nicht nur PISA ist wichtig, sondern auch ein gutes Schulgebäude“ und die Schwimmhalle stelle die Verbindung zur gesamten Bevölkerung her. Bevor es für die Gäste unter kundiger Führung durch die neuen Räumlichkeiten ging, segneten Pfarrerin Brigitte Funke und Pfarrer Walter Böhmer das Gebäude, die Schüler und Lehrer sowie die Anwesenden, und übergaben einige Kreuze für die Klassenzimmer für „Bildung und Lernen auf christlich abendländischer Grundlage“. Bildung sei Basis unserer Gesellschaft. Jeder sollte lesen können. Deshalb habe Luther die Bibel ins Deutsche übersetzen lassen, erinnerte Funke.

von Wolfgang Krusche

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