Zum Schutz vor Hochwasser

Der Vorsitzende des Zweckverbandes „Hochwasserschutz Gennach-Hühnerbach", Buchloes 1. Bürgermeister Josef Schweinberger, ließ es sich nicht nehmen, zahlreiche Bürgermeis- ter der Mitgliedsgemeinden, aber auch die Repräsentanten des Wasserwirtschaftsamtes Kempten, des Landratsamtes Ostallgäu, der Stadt Buchloe, des Architektenteams und der ausführenden Baufirma zum Spatenstich als Baubeginn des Hochwasserrückhaltebeckens Dillishausen willkommen zu heißen.

Der eigentliche „Bauherr" der Maßnahme an der Salach, die Gemeinde Lamerdingen, zeigte sich in Gestalt ihres Bürgermeisters Konrad Schulze davon angetan, dass dieser entstehende Hochwasser-Damm als erste Maßnahme des Zweckverbandes Gennach-Hühnerbach - die Salach ist ein Zulauf der Gennach - sozusagen als „Vorzeigeprojekt für weitere Maßnahmen dienen wird". Schulze freute sich auch, dass neben Baudirektor Karl Schindele und seinem Kollegen Martin Mohr vom Waserwirtschaftsamt Kempten, Christine Mayr vom Landratsamt Ostallgäu und der Buchloer Stadtbaumeister Herbert Wagner anwesend waren und begrüßte besonders Bertram Mooser vom gleichnamigen Kaufbeurer Ingenieurbüro, der „beauftragt wurde, ein umfassendes Schutzkonzept für das Einzugsgebiet Gennach-Hühnerbach zu erstellen". Gemeinsam sind alle weiteren Mitglieds-Gemeinden des Zweckverbandes an der Finanzierung des Vorhabens, das „ursprünglich mit 750000 Euro veranschlagt wurde, aber durch ein günstiges Angebot des Bauunternehmers Hans Gabriel bei rund 600000 Euro liegen wird", so Mooser, prozentual beteiligt. Dies sind (vertreten durch ihren jeweiligen Bürgermeister - in Klammern -) die Gemeinden Bidingen (Franz Martin), Hiltenfingen (Kornelius Griebl), Jengen (Franz Hauck), Markt Kaltental (Manfred Hauser), Langerringen (Konrad Dobler), Oberostendorf (Karl Fischer), Osterzell (Johann Strohhacker), Stöttwang (Richard Ficker) und Westendorf (Erich Negele, stellvertretender Zweckverbands-Vorsitzender). Gefördert wird diese und werden die noch kommenden Maßnahmen durch den „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete", wie es das Bauschild ausweist. Insgesamt fließen rund 75 Prozent Zuschüsse. Dann wurden noch ein paar technische Daten genannt: 50000 Kubikmeter Rückhaltevolumen bei einer Überflutungsfläche von 33520 Quadratmetern. Das Bauvolumen selbst wird 17000 Kubikmeter umfassen. Zu den Baukosten kommt noch der Grunderwerb und die erforderlichen Naturschutzmaßnahmen hinzu. Jeder notwendigerweise beseitigte Baum oder Strauch muss entsprechend durch Neuanpflanzung ersetzt werden.

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