Schwerpunkt Verkehr

Bürger bemängeln in Versammlung Verkehrssituation in Kaufbeuren

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In der Neugablonzer Straße herrscht zu Stoßzeiten reger Verkehr und erhöhtes Gefahrenpotenzial. Daran will die Stadt etwas ändern.

Kaufbeuren – Ein Potpourri aus verschiedenen, zumeist „altbekannten“ Themen und Anliegen war im Rahmen der jüngsten Bürgerversammlung im Kaufbeurer Stadtsaal zu hören. Neben den „Dauerbrennern“ Forettle, Bahnhof und Moschee-Neubau kamen vor allem Probleme im Verkehrsbereich zur Sprache.

Mit dem Stau zu Spitzenzeiten in den Kaufbeurer Hauptachsen haben Verkehrsteilnehmer regelmäßig zu kämpfen. Und das wird laut Oberbürgermeister Stefan Bosse in absehbarer Zeit auch nicht zu ändern sein. Neben Autofahrern äußerten zudem Radfahrer ihren Unmut über die Verkehrsinfrastruktur an verschiedenen Stellen.

Für einen Bürger stellte es zum Beispiel eine Herausforderung dar, von Oberbeuren sicher nach Kaufbeuren-Nord zu radeln. Die Erwägung, auf der Josef-Landes-Straße einen Fahrradstreifen bereitzustellen, könne Bosse zufolge aber nicht realisiert werden, da die Strecke vom Röther bis zum Kreisverkehr an der Kemptener Straße sowieso schon ein schmaler „Flaschenhals“ sei.

Wenig Gefallen fanden viele auch an der Verkehrssituation, die in der Neugablonzer Straße herrscht. Einem 16-jährigen Fahrradfahrer kostete es bei einem verheerenden Unfall, der sich an der Abzweigung zur Liegnitzer Straße ereignete, das Leben. Bosse habe die Neugablonzer Straße durchaus im Blick: Sie werde nach und nach zur verkehrssicheren Straße umgebaut; der ganze Parkverkehr müsse umorganisiert und die Gefahrenstellen entschärft werden.

Auch der OB zeigte sich mit der „unterdurchschnittlichen Verkehrsinfrastruktur“ in Kaufbeu­ren alles andere als zufrieden. Eine Verbesserung der Situation durch Entlastung des Verkehrs stelle die geplante Osttangente in Aussicht, die aber bis zur Realisierung noch einige Jahre in Anspruch nehme.

Ein Bürger wünschte sich außerdem eine Fußgängerüberquerung vom Eisstadion zum Bahnhof. Laut OB soll eine Querungshilfe installiert werden. Wetterbedingt konnte bis jetzt keine Markierung angebracht werden, was aber folgen werde.

Was den seitens vieler Bürger gewünschten Rundweg um den Bärensee betrifft, sei man weiter mit den Beteiligten im Gespräch (wir berichteten). Hier sei man von der Duldung der Landwirte abhängig und mit ihnen gelte es eine Einigung zu erzielen, handele es sich doch um ihre privaten Wege, so Bosse. So komme es dort schon mal zu Reibereien zwischen Spaziergängern, die die Wege nutzen, und den Landwirten. Bosse rief zur Rücksichtnahme auf und bat die Spaziergänger, sich nicht ganz so breit zu machen.

von Mahi Kola

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