Schulsanierung im Zeitplan

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In der letzten Sitzung des Jahres 2016 trat die Schulverbandsversammlung Obergünzburg zusammen und beschloss Haushalte und Budgeterhöhung für die Generalsanierung der Grund- und Mittelschule.

Obergünzburg – Pünktlich zum Jahresabschluss hat der Schulverband Obergünzburg die Abrechnung für 2015 und den Haushalt 2017 beschlossen. Die Generalsanierung der Grund- und Mittelschule ist im geplanten Zeitrahmen. Beim Bau sind jedoch einige Schwierigkeiten aufgetaucht, die eine Budgeterhöhung auf 12, 35 Millionen Euro notwendig machten.

Stadtkämmerer Thorsten Renner stellte zunächst die Jahresrechnung des Schulverbandes Obergünzburg für 2015 vor: „Der ausgeglichene Verwaltungs- und Vermögenshaushalt schließt mit einem Gesamtrechnungsergebnis von rund 3,7 Millionen Euro ab“. 2014 lag er noch bei rund 2,1 Millionen Euro. Schulbeförderungskosten in Höhe von rund 297.000 Euro nahmen leicht zu und werden mit Zuweisungen von 206.000 Euro gefördert. Trotz des Schuldenstandes von circa 1,8 Millionen Euro verringerten sich durch Zinsförderung und einem teilweisen Zinssatz von 0,0 Prozent die Zinsausgaben auf rund 99.000 Euro (Vorjahr 101.000 Euro). Die Rechnungsprüfung empfahl die Entlastung, die auch einstimmig ausgesprochen wurde.

Der Haushalt für 2017 und die folgenden Jahre wurde ebenfalls beschlossen. Die Schülerzahlen würden voraussichtlich stabil bleiben, die Schulverbands­umlage erhöhe sich leicht. Erst wenn ab 2025 die Zinsbindungen für die Darlehen ausliefen, könnte sich vielleicht etwas ändern, so der Stadtkämmerer.

Voll im Zeitplan

Vom derzeitigen Stand der Generalsanierung der Grund- und Mittelschule in Obergünzburg berichtete Architekt Jochen Schurr. „Man kann nahezu stündlich sehen, wie der Eingangsbereich Gestalt annimmt“, berichtete Schurr. Es würden nun planmäßig der Westeingang, die Lehrerzimmer und die Verwaltung in Angriff genommen, die dann bis zu den Sommerferien 2017 fertig sein sollen. „Restarbeiten werden noch bis Ende 2017 dauern“, verkündete der Architekt. Darüber hinaus würden die anstehenden Weihnachtsferien genutzt, um die Aula fertig zu stellen.

Auch beim Schwimmbad gehe es voran. Die Außenfassade seit fertig, es folgen dann noch die Estricharbeiten am Beckenboden und -wänden.

Erster Bürgermeister Lars Leveringhaus zeigte sich mit dem Baufortschritt sehr zufrieden. Sorge bereite ihm allerdings die Verzögerung bei der Schwimmhalle hinsichtlich der Fliesenarbeiten. Die Priorität liege deshalb wegen des Schulbetriebes beim Schulgebäude. Zum Bericht der Projektsteuerung bestätigte Robert Rieger: „Alle maßgeblichen Schultermine wurden immer eingehalten“. Allerdings würden die vor zwei Jahren freigegebenen 11,7 Millionen Euro den Umfang nicht mehr abdecken, sondern seien inzwischen moderat auf 12,35 Millionen Euro gestiegen. So ergäben sich bei der Schule selbst Mehrkosten von rund 275.000 Euro, beispielsweise durch Anpassarbeiten und Sanierungen feuchter Wände. Für die Schwimmhalle stünden Mehrkosten von 384.000 Euro an. Der Grund: Erst beim Abklopfen der Fliesen im Beckenbereich wurde die notwendige Betonsanierung im kompletten Umfang erkannt: „Man weiß erst was drin ist, wenn man es aufmacht“, so Rieger. Weitere Erhöhungen der Nebenkosten um 380.000 Euro, aber auch Einsparungen von 90.000 Euro und Aktivierung von internen Reserven um die 319.000 Euro, würden letztlich das Gesamtbudget auf 12,35 Millionen Euro erhöhen, das die Versammlung auch einstimmig beschloss.

Zusammenfassend freute sich Obergünzburgs Bürgermeister Lars Leveringhaus, dass inzwischen rund 98 Prozent der Aufträge vergeben worden sind und die Zeitabläufe immer noch mit den ursprünglichen Planungen übereinstimmen würden.

von Wolfgang Krusche

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