Um- und Erweiterungsbau der FOS/BOS soll im Februar fertig sein

Höchst energieeffizient

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Helge Karl (v. li.), Markus Pferner und Oberbürgermeister Stefan Bosse lauschten den Ausführungen von Schulleiter Wolfgang Gall über die architektonische Leistung von Wendelin Burkhardt (re.) in der neuen Aula.

Kaufbeuren – „Mit dem Erweiterungsbau möchten wir uns etwas von anderen Schulen abheben,“ reflektierte der Schulleiter der Staatlichen FOS/BOS Kaufbeuren, OStD Wolfgang Gall bei einem Begehungstermin.

An diesem nahmen Oberbürgermeister Stefan Bosse, Baureferatsleiter Helge Carl sowie Stadtkämmerer und Sozial- und Schulreferatsleiter Markus Pferner teilnahmen. Am 11. Februar 2015 soll der sechs Millionen Euro teure Um- und Neubau mit einer Hauptfläche von etwa 1300 Quadratmetern zum Studieninformationstag bezugsfertig sein. 

Die neue Aula hallt noch und es ist ziemlich kalt. Dennoch verspricht sie in ihrem rohbaulichen Zustand bereits viel: „Ich bin gespannt auf die Konzerte hier, wenn die tolle Akustik eingebaut ist“, freut sich Gall. Anfang nächsten Jahres wird eine „akustisch wirksame Decke eingebaut“. „Das Herz der Schule befindet sich hier auf Bestandsraum. Jetzt haben wir aber mehrere Arme nach außen“, so der Oberstudienrat weiter. 

Direkt an und oberhalb der Aula entstehen sanitäre Räume. Von der Aula gehen im Erdgeschoss und im ersten Stockwerk im hinteren Teil in einem Holzbau Gänge ab. Diese sind nach Süden hin verglast, um eine Erwärmung durch die Sonne zu erreichen. Die Wärme wird im Gegenstromverfahren mit der kühleren Luft der Aula energieeffizient ausgetauscht. 

Im Erdgeschoss befinden sich auf der anderen Seite naturwissenschaftliche Räume für Chemie, Biologie, Technologie und Physik. Diese breit ausgelegten Zimmer verfügen über neueste Datenverarbeitungs- und moderne Servertechnik. In den Chemieräumen wird auf die Sicherheit geachtet mit Glasscheiben, die die Lehrer bei Experimenten hochziehen können, damit den Schülern nichts passiert. Für gefährlichere Experimente steht eine Vorrichtung namens „Aero Es” frei im Raum, was laut Gall dem „Mut der Bauplaner“ unter Architekt Wendelin Burkhardt geschuldet sei. Doch die Schüler haben nichts zu befürchten – die „Zufuhr und Abluft gehen nach unten weg“. 

30 Jahre alte „Tafeln für die Ewigkeit“ werden laut dem Rektor zudem hierher umziehen. In diesen Räumen mit weißen Wänden und hellem Holz gibt es weder Jalousien, noch Vorhänge, weil sie nach Norden ausgelegt sind. Durch die lichtdurchlässigen Glaswände gangseitig kommt dennoch genug Licht in die Räume, sodass man kaum künstliches Licht brauche. 

Oberstudienrat Gall merkt man seine Begeisterung über die durchdachten Räume an, durch die der früher beklagte Platzmangel nun definitiv passé ist. Durch die Fensterwand hat man einen Blick auf neue Parkflächen, die zukünftig unter anderem von Schülern, die „von weiter weg“ kommen und Fahrgemeinschaften bilden, genutzt werden sollen. 

Oberhalb der naturwissenschaftlichen Räume befinden sich weitere Klassenzimmer. Diese sollen die provisorischen Flachbauten möglichst bald ersetzen, denn diese seien laut Bosse „schon längst anderweitig verplant“ – für die Kindertagesstätte in der Pfarrgasse. Durch Blechkästen in der Wand zum Gang, durch die die Luft durchgeht, sind diese schalldicht gedämpft. „Das schont die die Stimmen der Lehrer” , gleichzeitig hört man vom Flur aus keine Geräusche aus den Klassenzimmern, wie Gall demonstrierte. 

Oben an der Wand befinden sich schmale Lüftungsschächte, die einen Luftaustausch mit der Gangluft ermöglichen. Ob sich aus diesem Grund die rund 700 Schüler daran halten, die Fenster auf der gegenüberliegenden Seite nicht zu öffnen, werde sich zeigen, so Wolfgang Gall. Bis zum Fertigstellungstermin ist zumindest in der Aula noch einiges zu tun, doch die Verantwortlichen sind sich sicher, dies bis zum 11. Februar nächsten Jahres zu schaffen. von Martina Staudinger

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