»Seele einer Stadt ist die Innenstadt«

Teile der Kaufbeurer Innenstadt sind in das Städtebauförderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern aufgenommen worden. Um Eigentümer, Gewerbetreibende und Bewohner aus den Projektgebieten vor Ort beraten zu können, wurde nun im Generationenhaus ein Projektbüro als feste Anlaufstelle eingerichtet. Anlieger und Vertreter der Stadt Kaufbeuren waren dabei, als vergangene Woche Dr. Manfred Heider und Oberbürgermeister Stefan Bosse das Büro eröffneten.

Mit dem Förderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ führt die Oberste Baubehörde die Initiative „Leben findet Innenstadt“ fort. An dem Modellprojekt war Kaufbeuren von 2006 bis 2008 beteiligt. Laut Oberbürgermeister Bosse ist in diesen zwei Jahren schon Beachtliches entstanden, beispielsweise die Neugestaltung des öffentlichen Raumes im Ringweg und der Unteren Ludwigstraße. Bisher sind von Seiten der Stadt rund 1,5 Millionen Euro in das Projekt geflossen. Das neue Förderprogramm ist im September in Kaufbeuren angelaufen. Es soll in jedem Fall länger als das zweijährige Vorgänger-Programm laufen und neben dem Areal Untere Ludwigstraße/Ringweg/Kaiser-Max-Straße auch den Bereich Kaisergäßchen/Museumsquartier attraktiver machen. Ziel des kooperativen Zusammenwirkens ist es, städtebau- liche Defizite abzubauen, die Funktionsvielfalt zu nutzen und so die Innenstadt als Standort zu stärken. Dafür stehen Mittel der Städtebauförderung für öffentliche und private Investitionen zur Verfügung. Immobilieneigentümer werden zusätzlich durch das kommunale Förderprogramm der Stadt Kaufbeuren bei der Durchführung von Fassadengestaltungs- und Sanierungsmaßnahmen unterstützt. Dr. Manfred Heider vom Büro für Standort-, Markt- und Regionalanalyse hofft auf eine intensive Zusammenarbeit mit Eigentümern und Anwohnern: „Im Museumsquartier gibt es schon kleine Ansätze. Der Wille ist in Kaufbeuren auf jeden Fall da, etwas für die Innenstadt zu tun.“ Durch einen Quartiersfonds wurde zum Beispiel das Kunstspektakel zu Beginn der Baumaßnahme Stadtmuseum am 6. November mitfinanziert. Bosse erwartet von dem Projekt, dass die Kaufbeurer Innenstadt weiter gestärkt wird und neue Entwicklungen angestoßen werden: „Es sind alle aufgefordert, sich einzubringen, denn die Innenstadt ist die Seele einer Stadt.“ Das Projektbüro im Generationenhaus (Ringweg 2) ist immer dienstags von 9 bis 13 Uhr besetzt. Interessierte können aber auch sonst das Gespräch mit Dr. Manfred Heider oder Daniel Abbenseth vom Projektmanagement suchen. Weitere Informationen sind im Internet unter www.kaufbeuren.de, Rubrik Wirtschaft, Unterpunkt „Aktive Innenstadt“ zu finden.

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