"Sehr guter Jahrgang" an der Staatlichen Berufsschule Kaufbeuren in neuen Lebensabschnitt entlassen

Ein Grund zum Feiern und stolz zu sein

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Die mit einem Staatspreis Geehrten. Mit auf dem Foto sind Oberbürgermeister Stefan Bosse (links), Oberstudiendirektor Bertram Knitl (hintern links), und MdL Bernhard Pohl (hinten rechts) sowie Volker Zimmermann von der HWK Schwaben (rechts).

Kaufbeuren – „Heute haben wir Grund zum Feiern. 357 Schülerinnen und Schüler verabschieden sich von uns – in eine Welt, die aber alles andere als einfach ist“, so Oberstudiendirektor Bertram Knitl.

„Sie werden diese Welt jedoch bald selbst wesentlich mitgestalten. Sie tragen als Bürgerinnen und Bürger damit auch Verantwortung, der Sie sich stellen müssen, denn sonst tun das andere für Sie in einer Weise, wie Sie es vielleicht nicht möchten“. Diese mahnenden aber auch wohlgemeinten Worte gab Schulleiter Knitl seinen Abschlussschülern mit auf den weiteren Lebensweg. Im voll besetzten Stadtsaal fand dieser Tage die festliche Verabschiedung der gewerblich-technischen und kaufmännischen Berufe statt.

Im Beisein zahlreicher Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und dem öffentlichen Leben sowie den Eltern und Ausbildern der Absolventinnen und Absolventen genossen diese „ihren Abend“ in vollen Zügen. Die Geschwister Jüngling begeisterten am Klavier und Violine mit ausgewählten Musikstücken und setzten die musikalischen Akzente.

Mit einem gewissen Stolz konnte Oberstudiendirektor Bertram Knitl von einem „hervorragenden Jahrgang“ sprechen. Insgesamt 75 Schulabgänger hatten in den beiden Berufsrichtungen einen phantastischen Notendurchschnitt von 1,50 und besser erreicht. Außerdem konnten 30 Mittlere Schulabschlüsse verliehen werden, was die Belegung weiterführender Bildungsangebote ermöglicht. „Das ist ein Grund stolz zu sein! Haben Sie auch künftig Vertrauen zu sich selbst. Fällen Sie kluge Entscheidungen, bleiben Sie stets am Ball, seien Sie aufmerksam und neugierig und glauben Sie an sich selbst“, so der Schulleiter zum Abschluss seiner Festansprache.

Auch in den Grußworten von MdL Bernhard Pohl und Volker Zimmermann von der HWK Schwaben sowie Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse wurden die Berufsschulabgänger für ihr Durchhaltevermögen gelobt und dazu ermutigt, hartnäckig weitere Ziele anzustreben. „Leistung zahlt sich immer aus. Jedoch ist dieser erfolgreiche Abschluss heute nur eine Momentaufnahme“, so Bernhard Pohl, „es werden sicherlich auch Rückschläge kommen und da ist es wichtig wieder aufzustehen und das gesteckte Ziel neu anzupeilen“.

Religionslehrer Otto Vogl hatte seine „besinnlichen Gedanken“ unter das Motto „Wahre Sieger“ gestellt und erklärte, dass die jungen Leute dieses Abends allesamt stolze Sieger wären. „Sie haben es geschafft und den ,inneren Schweinehund‘ besiegt. Aber vergessen Sie nie: Wahre Sieger verlieren niemals den Respekt vor dem Unterlegenen. Erfolge wie heute Abend dürfen gefeiert werden, aber werden Sie dabei nicht überheblich und bleiben Sie auf dem Boden der Tatsachen!“

Nach diesen mahnenden aber auch aufmunternden Worten folgte als Höhepunkt die Ehrung der einzelnen Preisträger und die Preisverleihung durch den Förderverein der Berufsschule. Hier überreichte Birgit Pfeifer zwei Sonderpreise zu jeweils 200 Euro für entsprechendes Engagement für die Schule und Mitschüler. Ausgezeichnet wurden die Schreiner mit ihrem Projekt „Tischlein deck dich“, sowie die Klassen JoA 10A und 10B (Jugendliche ohne Ausbildung) mit dem Beitrag „Wir malen für Andere“. Der Erlös der hierbei gemalten und verkauften Bilder wurde an das Kinderhospiz St. Nikolaus in Grönenbach gespendet. Dafür gab es lang anhaltenden Beifall.

Den Staatspreis für einen Notendurchschnitt von jeweils 1,0 erhielten Cornelia Merkl, Fahrzeuglackiererin (Ausbildungsbetrieb: Leo Menhofer, Pfronten), Michael Schorer, Maler und Lackierer (Manfred Smetana GmbH, Krumbach), Ralf Haberpursch, Feinwerkmechaniker (Hörauf & Kohler, Augsburg), Theresa Mariner, Industriekauffrau (AGCO GmbH Fendt, Marktoberdorf), Julia Kneipp, Steuerfachangestellte (Conlata, Mindelheim) und Jasmin Stötter, Steuerfachangestellte (Schaller & Frey, Kaufbeuren).

von Klaus-Dieter Körber

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