Ampel steht meist auf Grün

Seniorenpolitisches Gesamtkonzept für die Stadt fortgeschrieben

Alte Dame sitzt auf einer Bank
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Kaufbeuren kann insgesamt betrachtet als seniorenfreundliche Stadt bezeichnet werden.

Kaufbeuren – Kaufbeuren kann insgesamt betrachtet als seniorenfreundliche Stadt bezeichnet werden. Dies geht aus dem fortgeschriebenen Seniorenpolitischen Gesamtkonzept hervor, das Felix Franke, Seniorenbeauftragter der Stadt, dem Verwaltungsausschuss am Dienstag eingehend vorstellte. Zur Bewertung der einzelnen Handlungsfelder hat die Arbeitsgruppe des städtischen Seniorenbeirats unter Federführung des Seniorenbüros ein Ampelsystem gewählt. Ein Großteil wurde mit grünen Ampeln bewertet, rote Ampeln wurden erfreulicherweise gar nicht vergeben. Einige gelbe Ampeln weisen jedoch in manchen Bereichen auf einen Verbesserungsbedarf hin.

Im Jahr 2012 wurde das Seniorenpolitsche Gesamtkonzept erstmals erstellt und vorgestellt und soll der lokalen Seniorenpolitik als Orientierung dienen. Ziel der Fortschreibung, die im Jahr 2019 aufgegriffen wurde, ist, das Konzept in Anpassung an veränderte Gegebenheiten zu aktualisieren. Nach wie vor richtet es sich nach dem Grundsatz „ambulant vor stationär“. Als Handlungsfelder wurden Wohnen zu Hause, die Integrierte Orts- und Entwicklungsplanung, Angebote für besondere Zielgruppen, die Unterstützung pflegender Angehöriger und die Hospiz- und Palliativversorgung beleuchtet (detaillierte Auflistung mit Bewertung in Ampelphasen siehe Infokasten).

Durch die Bank drückten die Mitglieder des Ausschusses ihren Dank an Franke und die weiteren Beteiligten am Konzept aus. „Man darf auch mal sagen, dass etwas richtig gut ist“, lobte Christian Sobl (CSU) das fortgeschriebene Seniorenpolitsche Gesamtkonzept. Kaufbeuren sei auch für Senioren eine „extrem lebenswerte Stadt“, in der das Älterwerden als eine Selbstverständlichkeit gesehen werde. Auch Peter Kempf (FW) hielt die Fortschreibung für „sehr gelungen, übersichtlich und konkret“. Sie sei ein Zeichen dafür, dass Kaufbeuren eine seniorenfreundliche Stadt sei.

De Ampeln repräsentierte die Ziele und zeigten, „wo wir stehen und wo wir hin wollen“, so Bürgermeister Oliver Schill (Grüne). Dass der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung jedes Jahr größer werde, erwähnte Pascal Lechler (SPD). „Das stellt uns vor Herausforderungen“, sagte er und ergänzte, dass es immer noch besser gehe, auch wenn die Stadt bei diesem Thema schon gut sei. Auf seine Frage hin, welche Defizite es wegen der Corona-Pandemie gebe, antwortete Franke, dass den Senioren die nicht stattfindenden Veranstaltungen wie „Musik am Nachmittag“ durchaus fehlten. Positiv hervor stechen jedoch etwa die Nachbarschaftshilfen oder das „Plaudertelefon“ des Mehrgenerationenhauses, das zum Glück nicht so häufig nachgefragt werde. „Das Miteinander funktioniert ganz gut“, so Franke.

Sollte auch der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung der Fortschreibung des Konzepts zustimmen, werden die Inhalte für die Verwaltung als verbindliche Grundlage für die künftigen Planungen festgelegt. In vier bis fünf Jahren werde es erneut fortgeschrieben, so Franke.

Die Ampel steht meist auf Grün.

Martina Staudinger

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