Hebamme Bruni Genutis hat in Kaufbeuren schon einige "Christkinder" auf die Welt geholt

Serie: Auch das ist Weihnachtszeit

+
Hebamme Bruni Genutis hat an Heiligabend Dienst auf der Geburtenstation im Kaufbeurer Klinikum.

Kaufbeuren – Sogar eine kleine Maria hat sie an Weihnachten schonmal auf die Welt geholt: Hebamme Bruni Genutis ist seit über 40 Jahren Hebamme und am Kaufbeurer Klinikum tätig.

Heuer hat sie an Heiligabend Spätdienst auf der Geburtenstation, wie schon oft in den vergangenen Jahrzehnten. Die meisten Frauen, die dann ihr Kind auf die Welt bringen, kennt Genutis dann schon von der Vorabbetreuung. An Weihnachten ist das Personal aber auch für alle anderen Fälle im Bereich Gynäkologie zuständig. 

Bis zu drei Kinder hat Genutis in den vergangenen Jahren an Heiligabend auf die Welt geholt. Besonders beliebt ist dieser Termin bei den werdenden Eltern aber eigentlich nicht, erzählt sie, eher im Gegenteil: „Wenn es für die Mutter das zweite oder dritte Kind ist, warten oft die anderen daheim und hätten die Mama gerne bei der Bescherung dabei“, so die erfahrene Hebamme und schmunzelt: Die Kinder selbst fänden es, kaum dem Kleinkindalter entwachsen, oft „blöd“, wenn es kein richtiges eigenes Geburtstagsfest gebe. Stattdessen werde „sowieso“ Weihnachten gefeiert. 

„Ganz auf den Tag genau kann man den Geburtstermin sowieso nicht festlegen“, sagt Genutis. Deshalb ist sie gespannt, wie viele „Christkinder“ es heuer wohl wieder gibt. „Ich denke, es werden mehr sein als in den vergangenen Jahren“, vermutet sie, steigt doch die Anzahl der Geburten im Klinikum Kaufbeuren im Vergleich zum vergangenen Jahr an. Waren es in 2013 noch knapp 700 neue Erdenbürger, die über das gesamte Jahr hinweg das Licht der Welt erblickten, werden es bis Jahresende heuer wohl über 800 sein. 

Bruni Genutis sieht dem gelassen entgegen: „Nach so vielen Jahren ist der Dienst an Heiligabend für mich nicht anders als an anderen Tagen“. So manches Mal ist aber Weihnachten doch etwas anderes, so hat sie an diesem Termin vor Jahren einmal eine „kleine Maria“ auf die Welt geholt, „die Eltern waren in diesem Moment die Einzigen auf der Station und daher war es ein sehr intimer Augenblick“. Den Namen haben die Eltern erst bekannt geben, als ihre kleine Tochter geboren war. von Michaela Frisch

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Kaufbeuren
Babys der Woche im Klinikum Kaufbeuren
Sudetendeutsche Schicksale nach 1945
Sudetendeutsche Schicksale nach 1945
Frauen in der Leitungsebene
Frauen in der Leitungsebene
Razzia gegen "Reichsbürger"
Razzia gegen "Reichsbürger"

Kommentare