Servicewohnungen in der Innenstadt

Der Wohnpark ist im Herzen der Stadt in eine Anlage mit hoher Aufenthaltsqualität eingebettet. Grafik: wb

In unmittelbarer Nähe zum bereits bestehenden Seniorenheim Heinzelmannstift wird in absehbarer Zeit ein Wohnpark für Senioren entstehen. Der evangelische Diakonieverein als Bauträger stellte jüngst seine geänderten Pläne vor. Statt eines ursprünglich geplanten Laubenganghauses wird nun ein weiteres sogenanntes Punkthaus gebaut. Das eigentliche Modell der Wohnanlage in Bezug auf die seniorengerechte Ausstattung sowie ein Servicepaket mit Grund- und Wahlleistungen bleibt jedoch unverändert bestehen. Durch das neue Baukonzept wird der parkähnliche Charakter der Anlage weiter verstärkt.

Der Bau des Laubenganghauses mit einer Anfang des Jahres eigens gegründeten Gesellschaft hatte sich trotz ausreichender Anzahl von Interessenten langfristig als nicht wirtschaftlich erwiesen. So wurde die Gesellschaft ohne jeglichen Verlust für die 17 Anleger wieder aufgelöst. Nunmehr entstehen in einem ersten Bauabschnitt mit der Firma Dobler als Bauherr, Eigentümer und Vermieter zwei Punkthäuser mit insgesamt 28 Wohneinheiten. Die Wohnungen mit zwei oder drei Zimmern zwischen 59 m² bis 83 m² werden vom Diakonieverein belegt. Die Fertigstellung ist für Herbst 2012 vorgesehen. Laut Peter Meis als Vorsitzender des Vereins sind bereits 50 Prozent vermietet. Das Konzept „Servicewohnen“ sieht zwei Varianten vor. Sogenannte Grundleistungen und Wahlleistungen (siehe Infokasten). Zum Service gehören auch kulturelle Angebote, die das soziale Leben fördern sollen. Die viergeschossigen Häuser mit Terrasse oder Balkon zielen darauf ab, das mit einer seniorengerechten Ausstattung die Autonomie der Bewohner unterstützt wird und möglichst lange erhalten bleibt. Im Westen der Anlage entsteht ein zweigeschossiges Parkhaus für die Anwohner und Besucher des Wohnparks, wenn die etwa 80 Stellplätze als Übergangslösung für das bald abgerissene Parkhaus Süd nicht mehr benötigt werden. Zukunftspläne Ab 2013 baut die Firma Dobler zwei weitere Punkthäuser, die als Eigentumswohnungen selbst genutzt oder vermietet werden können. Die Belegung erfolgt aber auch hier mit einem Servicevertrag durch den Diakonieverein. In Vorplanung befindet sich ebenfalls ein Funktionsgebäude für Arztpraxen, eine Apotheke und eine Physiotherapie direkt gegenüber zum bestehenden Seniorenheim. Für drei von vier Stockwerken gibt es laut Diakonieverein bereits Mietinteressenten. „Sollte sich ein Investor finden, könnte das Haus 2012/2013 entstehen“, so Hans Gaul von der Firma Dobler. Pflegehotel möglich? In einer Machbarkeitsstudie befindet sich die Idee eines Gästehauses oder Pflegehotels, welches aus Einzimmerappartments besteht. Hier könnten einerseits Angehörige von Bewohnern des Seniorenparks bei Besuchen übernachten. Andererseits könnten diese Appartments auch zur Unterbringung im Rahmen von Kurzzeitpflege dienen. Einen Traum haben die Initiatoren des Wohnparks noch: Eine möglichst räumliche Verbindung zwischen dem bestehenden Heinzelmannstift und dem neuen Wohnpark. Dazu müsste die Heinzelmannstraße in Teilen umgestaltet werden. Hier hofft der Verein auf die Unterstützung der Stadt.

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