Sicher rollen mit Rollator

Schülerin des Marien-Gymnasiums gewinnt Jugend-forscht-Sonderpreis

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Anna Achatz ist die Gewinnerin des CBM-Sonderpreises „Innovationen für Menschen mit Behinderungen“.

Kaufbeuren/Germaringen – Anna Achatz aus Germaringen erhält für das von ihr entwickelte Bremssystem für Rollatoren den Sonderpreis „Innovationen für Menschen mit Behinderungen“ der Christoffel-Blindenmission (CBM). Der Preis wird im Rahmen des Landeswettbewerbs Bayern der Stiftung „Jugend forscht“ in der Kategorie „Schüler experimentieren“ vergeben.

Zusätzlich zu den manuellen Bremsen eines Rollators hat die 13-jährige Schülerin des Marien-Gymnasiums Kaufbeuren elektrische eingebaut. Sensoren an den Griffen erkennen, wenn beide Hände die Griffe loslassen und blockieren die Räder automatisch, damit die Gehhilfe nicht wegrollt. Die elektrischen Bremsen bleiben aktiv, auch wenn die Hände wieder auf den Griffen liegen. Die Nutzerin oder der Nutzer könnte sich also auch nach einem Sturz daran hochziehen. Erst wenn die manuelle Bremse betätigt wird, rollen die Räder wieder.

Achatz hat ihre Entwicklung von Patienten, Pflegenden und Mitarbeitenden eines Sanitätshauses testen lassen. Für den Landeswettbewerb besserte sie nochmals nach – zum Beispiel für Menschen, die einseitig gelähmt sind. Sie bedienen nun die Bremse wahlweise mit der linken oder der rechten Hand.

Der CBM-Sonderpreis zeichnet jedes Jahr kreative Studien und Erfindungen aus. Als Organisation für Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern legt die CBM Wert darauf, dass die Arbeiten gerade ihnen den Alltag erleichtern können. Alle ausgezeichneten Landessieger haben die Chance, den von der CBM ausgeschriebenen Bundessonderpreis zu erhalten. Dieser wird im Oktober bei den Science Days in Rust vergeben und ist mit 300 Euro dotiert.

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