„Made in Allgäu“

Rapper Sido und Punkmusiker Monchi drehen Musikvideo in Germaringen

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Rapper Sido und Monchi von Feine Sahne Fischfilet haben in Germaringen und im Kaltental ihr aktuelles Musikvideo gedreht.
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Rapper Sido und Monchi von Feine Sahne Fischfilet haben in Germaringen und im Kaltental ihr aktuelles Musikvideo gedreht.
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Rapper Sido und Monchi von Feine Sahne Fischfilet haben in Germaringen und im Kaltental ihr aktuelles Musikvideo gedreht.
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Rapper Sido und Monchi von Feine Sahne Fischfilet haben in Germaringen und im Kaltental ihr aktuelles Musikvideo gedreht.

Kaltental/Germaringen – Germaringen ist doch eher ein beschaulicher Ort. Ruhig und unaufgeregt. Aber wenn‘s mal kracht, dann richtig. Diesmal in Form eines brennenden Autos. Verantwortlich dafür sind der Rapper Sido und Monchi von der Punkband Feine Sahne Fischfilet. Das Ganze organisiert hat die Kaltentaler Produktionsfirma Inmotion – für das Musikvideo „Leben vor dem Tod“. Vorstand Bastian Ried hat dem Kreisbote von der Arbeit mit Sido erzählt.

Es war bereits das zweite Musikvideo, dass der Rapper mit der Allgäuer Firma zusammen gedreht hat. Beim ersten Mal ging es noch nach Mallorca, wie Ried sich erinnert. Doch diesmal fiel die Wahl auf eine deutlich ungewöhnlichere Location: Eine Kiesgrube in Germaringen. Doch warum hier? Irgendwie geht man doch immer davon aus, die Großen im Musikgeschäft würden eher in Berlin oder vielleicht Köln drehen. „Hier haben wir halt eine lokale Crew. Wir kennen alle. Und es ist natürlich deutlich günstiger, wenn der Künstler zu uns kommt, als wenn wir alle nach Berlin oder so fliegen“, erklärt Ried. Und so kam es, dass die beiden Musiker Sido und Monchi ins Allgäu kamen.

Viel Zeit hatte man allerdings nicht, um alles zu organisieren, sagt Ried. „In der Regel bekommt man die Aufträge immer sehr knapp.“ Oft müsse innerhalb einer Woche alles stehen. Dabei gibt es einiges vorzubereiten. Die erste Frage, die sich Ried und seine Crew gestellt haben, war: „Wo hat man gute Chancen ein Auto anzünden zu dürfen?“ Hier zeigt sich dann wieder , warum es von Vorteil sein kann, in einem kleinen Ort zu leben und zu arbeiten, wo jeder jeden kennt. Ried ist nämlich mit dem Juniorchef der Kiesgrube befreundet. Doch auch mit Vitamin B kommt man wohl nicht drum herum, haufenweise Anträge bei Behörden zu stellen. „Das ist eine ganz schöne Prozedur“, sagt Ried. Man müsse zum Beispiel beim Wasser- und Umweltamt nachfragen. Und natürlich auch einige Auflagen erfüllen.

Doch glücklicherweise haben die Behörden mitgespielt. Nur ein paar Feuerwehrleute brauchte man noch – zur Absicherung. Für die Floriansjünger aus Obergermaringen war das alles eine echte Überraschung. „Sie wussten zwar, dass etwas gedreht wird. Aber nicht was“, erzählt Ried. „Das muss alles immer sehr geheim gehalten werden.“ Deshalb hält sich Ried auch bedeckt, wenn es um zukünftige Projekte geht. Eine weitere Zusammenarbeit mit Sido ist aber wohl nicht ganz ausgeschlossen. Zumal die Dreh­arbeiten mit dem bekannten Rapper „sehr angenehm“ waren. Starallüren habe es keine gegeben. „Mit Sido kann man auch einfach mal zusammensitzen und ein Bier trinken.“

Nur einen Tag hat es für den Dreh in der Kiesgrube und im hauseigenen Studio gebraucht. Zwei Tage für den Vorbau. 20 Leute waren insgesamt mit dem Dreh beschäftigt. Von der Regie bis hin zum Catering. Bei Inmotion selbst arbeiten sieben feste Mitarbeiter. Der Rest wird mit freien Mitarbeitern gemanagt. „Wenn wir zum Beispiel mal einen Stuntman oder irgendeinen Spezialisten brauchen, dann holen wir uns den extern dazu“, erklärt Ried das Prozedere.

Daher scheinen die sieben Mitarbeiter auszureichen. Zumal es dem Allgäuer sowieso nicht darum geht, zu einem riesigen Unternehmen zu wachsen, wie er selbst sagt. „Natürlich muss sich das Ganze wirtschaftlich lohnen. Aber mir ist es viel wichtiger coole Projekte zu machen.“ Er wolle keine Fließbandarbeit mit viel Umsatz. Stattdessen freue er sich, wenn das Video häufig bei YouTube geklickt wird. Oder wenn positive Kommentare unter dem Video stehen. Bei dem Musikclip von Sido und Monchi ist ihnen das auf jeden Fall geglückt.

Ein Familienunternehmen

Die Firma Inmotion gibt es übrigens seit 2015 – zumindest unter dem aktuellen Namen. Davor hieß das Unternehmen Ried Entertainment. Tatsächlich ist die Produktionsfirma ein kleines Familienunternehmen. Neben Bastian Ried sind auch dessen Bruder Thomas und deren Vater Georg in dem Unternehmen tätig. Was zunächst klein angefangen hat, ist immer weiter gewachsen. So ging es vom Elternhaus in den schicken Neubau inmitten von Maisfeldern. Doch nicht nur die Örtlichkeiten wurden gewechselt. Auch ein neuer Name musste her. „Der Alte hat irgendwie nicht mehr gepasst. Wir wollten den Familiennamen da raus haben“, resümiert Ried. Und so wurde aus Ried Entertainment Inmotion. Zur Hauptbeschäftigung der Firma gehören Werbeaufnahmen. Aber auch Musikvideos haben sie schon rund 40 bis 50 gemacht. „Herzensprojekte“, nennt sie Ried. Und auch wenn Ried nichts Konkretes verraten darf: Man kann wohl in naher Zukunft mit weiteren Videos ‚Made in Allgäu‘ rechnen.

von Stephanie Novy

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