Glanzlicht der Heimatpflege

Silberne Ehrenmedaille 2020 geht an Peter Ossenberg

Peter Ossenberg (li.) und Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell, Stadt Markt­oberdorf .
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Peter Ossenberg (li.) nimmt aus den Händen des Bürgermeisters Dr. Wolfgang Hell die Silberne Ehrenmedaille der Stadt Markt­oberdorf entgegen.

Marktoberdorf – Für besondere Verdienste um Marktoberdorf hat die Stadt dem ehemaligen Kreisheimatpfleger und Architekten Peter Ossenberg die Silberne Ehrenmedaille verliehen. Er habe seit Jahrzehnten in verschiedenen Bereichen wie dem Sport und der Stadtentwicklung einen großen Beitrag geleistet, würdigte Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell den heute 80-Jährigen bei der Ehrung im Rahmen der Weihnachtssitzung des Stadtrats.

Das Gremium hatte sich zuvor einstimmig für die Auszeichnung Ossenbergs ausgesprochen. Denn bereits vor über 50 Jahren, als es den gebürtigen Westfalen nach Marktoberdorf zog, hatte sich Peter Ossenberg für seine neue Heimat engagiert. Mit dem Bau des Marktoberdorfer Hallenbads baute er die Schwimmabteilung mit auf und engagierte sich als Abteilungsleiter über viele Jahre für den Schwimmsport in Marktoberdorf. Es folgte die maßgebliche Beteiligung am Bau der Sportheime des TSV und des FC Thalhofen.

Ossenbergs Initiative ist es auch zuzuschreiben, dass Marktoberdorf in die Pilgerwanderkarte des Jakobswegs aufgenommen wurde. Und die Sanierung des Pestfriedhofs geht auf sein ehrenamtliches Konto. In Sachen religiöser Heimatpflege hinterlässt Ossenbergs Engagement ein weiteres Kleinod, das sogar in die bayerische Denkmalliste aufgenommen wurde: Er setzte sich mit einigen Leuterschacher und Ronrieder Bürgern für die Sanierung und den Erhalt der Dreifaltigkeitskapelle in Ronried ein. Sein bislang „jüngstes großes Glanzlicht“ wie Bürgermeister Hell in seiner Laudatio sagte.

Zuvor hatte sich Peter Ossenberg klar auch in Sachen Stadtentwicklung positioniert. Er kämpfte in den 70er Jahren für ein Veranstaltungshaus in der Stadtmitte und nahm erheblichen Anteil an der 2008 gegründeten Projektgruppe „Mitten in Marktoberdorf“, wo er – in den Worten des Bürgermeisters – „mit dem Sachverstand des heimatverbundenen Architekten Ideen entwickelte und Impulse setzte“. So geht die Standortplanung für das heutige Hotel Weitblick und der große Adventskalender am Emmi-Fendt-Haus auf Ossenberg zurück.

Peter Ossenberg selbst dankte dem Stadtrat für die Ehre, die ihm erfreulich und überraschend zuteil wurde. Der Preis für sein ehrenamtliches Tun sei etwas ganz Besonderes, der allerdings ohne die Mithilfe vieler Unterstützer gar nicht möglich gewesen wäre. Die Auszeichnung mache ihn als einen, der vor 55 Jahren nach Marktoberdorf kam, auch verlegen. Und Ossenberg konstatierte schmunzelnd, dass seine Integration wohl gelungen und ihm Marktoberdorf auch durch das Ehrenamt zur Heimat geworden sei. Er appellierte an alle, dass der Einsatz für die Gemeinschaft aktuell wichtiger sei denn je. Ein langer Applaus der Stadträte begleitete die Worte des Ausgezeichneten.

Angelika Hirschberg

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