Ein Sohn der Stadt

Ehrung für Bayerns Kulturpreisträger Klaus Hampl

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Künstler unter sich: Laudator Wolfgang Krebs als „Edmund Stoiber“ (li.) und Klarinettenvirtuose Klaus Hampl.

Kaufbeuren – Anfang November war Klaus Hampl mit dem Bayerischen Kulturpreis für seine Verdienste ausgezeichnet worden (wir berichteten). Nun ehrte die Stadt Kaufbeuren Hampl im Rahmen eines Empfangs.

Zahlreiche Gäste waren der Einladung gefolgt, darunter der ehemalige Bayerische Landtagspräsident Johann Böhm. „Wir sind glücklich, dich in unseren Reihen zu wissen“, sagte Oberbürgermeister Stefan Bosse an Hampl gewandt und lobte dessen Können und Wirken, das „nicht unbemerkt“ geblieben sei. Die Laudatio hielt Wolfgang Krebs alias „Edmund Stoiber“ in bekannt launiger Art.

Der OB listete eine Auswahl der vielen Preise des Klarinettenkünstlers auf, die Ausdruck dessen „systematischen Könnens und Wirkens“ seien. Der Kulturpreis Bayern sei eine „ganz außerordentliche Auszeichnung“, dessen Verleihung er, Bosse, in seiner Amtszeit nur einmal 2009 erleben durfte, als der ebenfalls anwesende Filmproduzent und Autor Leo Hiemer diese Auszeichnung erhalten hatte. „Du bist ein Künstler durch und durch“, so die Stadtspitze, „der sein Musikinstrument beherrscht und Stücke findet, die ganz zu Deiner persönlichen Geschichte passen.“ Auch die mit Siggi Schwab ins Leben gerufene „Camerata Bavarese“ sei ein Glücksfall gewesen. Er betrachtete die Ehrung als „Zwischenstation“ und wünschte sich künftig weitere Projekte.

„Stoiber“ als Laudator

In unnachahmlicher Art präsentierte sich Wolfgang Krebs in seiner Paraderolle als „Edmund Stoiber“. Er schlug die Brücke zu den ihn mit Hampl verbindenden Wurzeln in Böhmen, wo ja die Klarinette quasi als „Klavier zum Einstecken“ erfunden worden sei. In humoriger Weise beschrieb er die Funktion der Klarinette, dessen Mundstückvibration die Zuhörer „in staktische Zustände blasen“ würden und bezeichnete das Üben als „knochenhartes Tastendrücken auf dem Klavierophon“. Hampl bekenne sich zwar zum Allgäu, habe aber im Ausland „künstlerische Flügel“ erhalten und sich nach Rom aufgeschwungen. Im Übrigen habe die Stadt Kaufbeuren ihm bereits 1998 einen Kulturpreis verliehen, was ein Zeichen dafür sei, dass die Stadt ihre Künstler bereits in frühen Jahren „ihres zarten künstlerischen Wirkens“ aufspüre.

Hampl bedankte sich „für die wunderbaren Worte“ und den Empfang seitens der Stadt. „Es ist schön, ein Sohn dieser Stadt zu sein“, sagte der Geehrte. „Und der Weg nach München war nicht immer ganz einfach.“

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