Soldaten im Einsatz gegen Corona

Bundeswehr unterstützt kommunale Einrichtungen

Bundeswehrkräfte verpacken die Impfdosen
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Bundeswehrkräfte verpacken die Impfdosen so, dass die Kühlkette auch auf längeren Transportwegen eingehalten werden kann.
  • Wolfgang Becker
    VonWolfgang Becker
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Ostallgäu/ Kaufbeuren – Im Landkreis Ostallgäu und der kreisfreien Stadt Kaufbeuren sind Soldaten der Bundeswehr seit Beginn der Corona-Pandemie im Einsatz. Aktuell sind in der nunmehr vierten Welle der Pandemie bislang 62 Soldaten in verschiedenen Einrichtungen der Region im Einsatz. Koordiniert werden diese Einsätze über die zivil-militärische Zusammenarbeit (ZMZ) und das Landeskommando Bayern in München. Die Hilfe wird gerne angenommen und kommt offensichtlich gut an.

Im Rahmen eines Amtshilfeersuchens wurde von den Verwaltungsbehörden im Landratsamt Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren von der Bundeswehr Unterstützungspersonal beantragt. Ansprechpartner sind die Organisationselemente der ZMZ in den Kreisverbindungskommandos (KVK) als Bindeglied zwischen den kommunalen Verwaltungsbehörden und der Bundeswehr.

In Kaufbeuren sind Soldaten im Klinikum und im Impfzentrum, im Ostallgäu im Landratsamt und im Impfzentrum Marktoberdorf, in Buchloe und Füssen in den Kliniken sowie in Lechbruck im Alten- und Pflegeheim eingesetzt (siehe Infotafel). „Wir bekommen die Rückmeldung, dass sich die Einrichtungen freuen, wenn die Bundeswehr mit ihren Kräften unterstützt und entlastet“, so die Oberstleutnante d. R. Edmund Weiß und Stefan Schopf als Ansprechpartner für das Ostallgäu und für Kaufbeuren.

Gesetzliche Grundlagen

Der Artikel 35 des Grundgesetzes (GG) regelt einen Antrag auf Amtshilfe in verschiedenen Stufen: von der technischen Unterstützung über den regionalen bis zum überregionalen Katastrophennotstand. Darüber hinaus definiert der Artikel 87 GG noch den sogenannten „Inneren Notstand“, bei dem es um die Abwehr einer drohenden Gefahr für den Bestand oder die freiheitliche demokratische Grundordnung des Bundes oder eines Landes geht. In Bayern wurden im Rahmen der Amtshilfe bisher 1.356 Maßnahmen abgeschlossen, 191 sind derzeit noch aktiv (Stand: 5. Dezember).

Soldaten in der Region im Einsatz bis 23. Dezember (aktueller Stand)

  • In Kaufbeuren
  • Impfzentrum: Drei Soldaten vom TAZLw Abt Süd Fliegerhorst KF und drei Soldaten aus dem GebAufklBtl 230 in Füssen (Kontaktnachverfolgung)
  • Klinikum:Acht Soldaten aus dem Fliegerhorst KF („Helfende Hände“)
  • Im Ostallgäu
  • Impfzentrum Marktoberdorf: Zwei Soldaten
  • Landratsamt: 20 Soldaten (Kontaktnachverfolgung)
  • Klinik Füssen: Zehn Soldaten („Helfende Hände“, alle vom GebAufklBtl 230 Füssen)
  • Alten- und Pflegeheim Lechbruck: Sechs Soldaten vom GebVersBtl 8 Füssen
  • Klinik Buchloe: Zehn Soldaten vom TAZLw Abt Süd Fliegerhorst KF („Helfende Hände“)

„Helfende Hände“ heißt, die Soldaten sind für nicht medizinische, unterstützende Tätigkeiten also nicht an Patienten eingesetzt, um Pflegepersonal zu entlasten beziehungsweise freizusetzen.

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