"Sommergarten" am Obstmarkt lässt Baustelle vergessen

Von wegen "nichts los"

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Kaufbeuren – „Es ist gut, dass eine solche Veranstaltung auch im August stattfindet“, bringt es die Kaufbeurer Besucherin Birgitt Güttle auf den Punkt. Behaglich lehnt sie sich in ihren Liegestuhl zurück, genießt entspannt die Vorführungen auf dem Obstmarkt. Auch sonst um sie herum im Schatten der Klostermauern zufriedene Gesichter: Bei den Vorführenden, bei den Veranstaltern und vor allem bei den zahlreichen Gästen.

„Sommergarten“ hieß die Veranstaltung und ein unterhaltsam-entspannender „Sommer-Garten-Traum“ wurde geboten. Dazu hatte die Aktions-Gemeinschaft Kaufbeuren in Zusammenarbeit mit dem Baustellen-Marketing eingeladen, um der aktuellen Baustelle eine positive Seite abzugewinnen.

Erfolg hat viele Gesichter

Den künstlerischen Startschuss gab die Stadtkulturförderung mit den bereits bewährten „ARTigen Samstagen“. Dieses künstlerische Unterhaltungsprogramm gibt und gab es in den Sommerwochen zur Aufbesserung der Stimmung in der geplagten Innenstadt gleich vier Mal. Der kleine A-cappella-Chor „Die Gehörgänger“ machten es mit ihren traditionellen und modernen Liedern nicht gerade leicht, es bei einer kurzen Entspannungsphase zu belassen. Hatte man sich dann doch schweren Herzens entschlossen aufzubrechen, drängen die Kleinen:„Nur noch fünf Minuten. Wir müssen nur noch …“ Und schon waren sie wieder in der Menge verschwunden, eilten in Richtung Schminktisch. Ja, die Veranstalter hatten an die Herzen der Kinder gedacht.

Das Programm war vielseitig – für alt und jung. Und viele ESVK-Fans nutzten die Gelegenheit, sich in aller Ruhe mit den Stars des ESVK über ihr bevorstehendes Sommertrainings-Lager oder über den Saisonstart im September zu unterhalten. Eine ganze Stunde stellten sich bekannte Spieler wie Torhüter Stefan Vajs den Fragen ihrer Anhänger.

Viel Spaß hatten vor allem die Kinder bei der Schatzsuche. Und so mancher kehrte triumphierend mit einem Gutschein zurück, der in den meisten Fällen auch gleich eingelöst wurde. Dann wurde es voll auf dem Obstmarkt, denn Tiny Schmauch hatte sich angekündigt. Gilt der Name doch für alle Kaufbeurer als Versprechen für eine musikalische Reise in die Welt des klassischen Jazz. Standards wie „Black Orpheus“ oder „Birdland“ und die bezaubernd-stimmungsvollen Variationen des Trios begeisterten die Besucher.

Während die Eltern der Musik lauschten, waren zahlreiche Kinder beschäftigt, alte Pflastersteine kreativ zu gestalten. Die 30 schönsten werden für die Schatzsuche in den Geschäften der Innenstadt Anfang September gebraucht.

Auch sportlich ging es mit der Gruppe Medicus zu. Die Gruppe um den ehemaligen Ausnahme-Eishockeyspieler Dieter Medicus bot mit „Physyolates“ eine dynamisch schwungvolle Mischung aus Pilates und Yoga an. Die vorgeführten Übungen zum Muskel­aufbau luden zum Mit- und Nachmachen ein.

Die Line-Dancer Kaufbeuren ihrerseits zeigten ihr Können.Zu Countrysongs ging es in zwei Dreier-Reihen rhythmisch dynamisch über den Klostervorplatz. Und so mancher Zuschauer genoss bei einem Gespräch im Liegestuhl ein Eis oder ein Radler. Vergessen hatte man in diesem Moment wohl, dass man ja eigentlich mitten in einer Baustelle sitzt.

von Peter Suska-Zerbes

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