Sommerspaß am Stadtrand

Der „Ozean von Saltokran“ ist heuer der Name des künstlichen Weihers auf dem Gelände der Stadtranderholung, der sich während der Ferienfreizeit regelmäßig ein ein gut besuchtes „Freibad“ verwandelt.

Das Wetter ist in diesem Jahr eindeutig auf Seiten der Ferienfreizeit: bei strahlendem Wetter konnten die Kinder der vergangenen „ersten Woche“ ihre Holzhütten errichten. „Astrid Lindgren“ ist das Motto des mittlerweile 40. Ferienprogramms an der Stadtranderholung (wir berichteten). Auch heuer sind wieder rund 550 Kinder mit von der Partie.

Wenn sich mitten auf dem großen Freigelände hunderte Kinder zu zwei großen Reihen aufstellen, dann ist klar: gleich gibt es Mittagessen für die Teilnehmer der Ferienfreizeit an der Stadtranderholung. Mit großem Hunger – und erstaunlich gesittet – holen sich die Kinder zwischen sechs und 14 Jahren ihre Portionen an der Ausgabe ab und lassen sich bei strahlendem Sonnenschein auf den Bänken nieder. Kein Wunder, dass der Appetit groß ist, denn schließlich stehen zwischen 8 Uhr morgens und 17 Uhr abends eine Menge Dinge auf dem Programm: Bauen und verschönern der Hüttendörfer, Mannschaftssport auf dem weitläufigen Gelände, ein Atelier, eine Backstube, ein Badeweiher, eine Limokisten-Rutsche und vieles, vieles mehr wartet Tag für Tag noch bis zum 18. August auf die Kinder. 60 Betreuer, die, so Michael Böhm, Verantwortlicher beim Stadtjugendring Kaufbeuren und „oberster Boss“ auf dem Freizeitgelände, hauptsächlich ehrenamtlich tätig sind. kümmern sich um die kleinen Gäste. „Viele, die sich um eine Stelle als Betreuer bewerben, waren selbst jahrelang als Kinder bei der Ferienfreizeit mit dabei und nutzen nun die Gelegenheit, weiter dabei sein zu können “, bestätigt Böhm die große Beliebtheit der Maßnahme. Allerdings ist bei vielen Kindern der Spaß nicht der einzeige Grund für die Teilnahme an der Ferienfreizeit: „In unserer heutigen Zeit, in der oft beide Elternteile berufstätig sind oder die Mutter alleinerziehend ist, haben solche Angebote eine nicht zu unter- schätzende Bedeutung“, erklärt Alfred Riermeier, Leiter des Familien- und Jugendreferats im Rathaus. 40.000 Euro lässt sich die Stadt das Gelände der Stadtranderholung pro Jahr kosten, wobei auch die Instandhaltung des Geländes und die Infrastruktur in dieser Summe enthalten sind. Geld – allerdings in kleineren Summen – spielt auch für die Kinder der Stadtranderholung eine Rolle, gibt es doch auf dem Gelände Leckereien wie Lutscher, Senfbrot oder Würstchen für den „Hunger zwischendurch“ zu erwerben. Damit keine größeren Geldbeträge herumgetragen und am Ende verloren werden, hat sich die örtliche Sparkasse zusammen mit den Organisatoren ein ausgeklügeltes System ausgedacht, das nun schon seit vielen Jahren funktioniert: ein eigenes „Sparbuch“, von dem die Kinder kleine Euro- und Cent-Beträge abheben können. Wer Interesse bekommen hat, sein Kind für das Jahr 2013 zur Stadtranderholung anzumelden, dem sei empfohlen, dies gleich zu Beginn der online-Anmeldephase im Januar zu tun. Wer seine Chancen auf einen Platz erhöhen möchte, kann sich im Vorfeld bei der Geschäftsstelle in der Hauberisserstraße einen sogenannten „Anmeldecode“ abholen. Weitere Infos zu Anmeldung und Programm unter www.sjr.kaufbeuren.de.

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